Mittwoch, 25. Juni 2014

Es ist also schon soweit

 

 

pflege-roboter»..Singen, Streicheln, Sprechen - japanische Pensionisten haben dafür öfter einen Roboter als Partner. Die Gesellschaft überaltert rasch, kluges Gerät soll das Problem stemmen helfen. Denn Industrie- und Forschungseinrichtungen der fernöstlichen High-Tech-Nation konzentrieren sich aber längst nicht mehr nur auf Unterhaltungsroboter. In den Mittelpunkt rücken zunehmend Service- und Pflegeroboter….«  (Quelle)

 

Bisher kannte man derlei nur aus science fiction Romanen nun ist es also wirklich soweit.
Ja, wird jetzt so mancher sagen, aber das ist doch praktisch, wenn ein Roboter die schweren Dienste übernehmen kann und humanoide Pflegekräfte sich nur noch um das Wesentliche kümmern müssen.

Aber was wird in Zukunft das Wesentliche sein?
Die finale Spritze zu setzen?
Und schon sind wir in unseren schlimmsten Albträumen angelangt….

 


Kommentare:

  1. Ich freue mich! Endlich können wir auf die ganzen lästigen Sozialkontakte verzichten. Ich brauche nicht mehr für andere da zu sein, ich brauche nicht mehr lieben! (Muss auch nicht mehr geliebt werden). Kann ich nicht irgendwann mal auch mein Leben vom Roboter leben lassen?

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    1. Ich habe so eine dumpfe Ahnung, daß irgendwo in einem stillen Kämmerlein ein Wissenschaftler auch daran bereits arbeitet...

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    2. Naja richtig ist, das wie in ca. 20 Jahren ein riesiges Problem haben, werden, wenn wir so weiter machen. Lebensrechtsgruppen reden ja schon seit Jahrzehnten davon, und langsam lässt es sich nicht mehr verdrängen, der demoskopische Wandel, meine ich.
      Richtig ist auch, dass Pflege, Altenpflege wirklich nicht einfach ist, emotional belastend, und teilweise körperlich auch.
      Andrerseits wenn ich sehe wie wenig die schon gängigen Hilfsmittel in Einsatz kommen, so bin ich ganz beruhigt und denke das die Roboter einfach der Kasse zu teuer sind werden.
      Faktisch kommen sich aber heutzutage schon viele Patienten vor, wie (störendes) Teilchen in riesiger Pflege- und Therapiemaschine, da macht der Roboter es nur deutlich!

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    3. So ist es wohl, wer nur ein Bein hat kann ja hüpfen und braucht keinen Rollstuhl, über eine Prothese denken wir jetzt erst gar nicht nach.

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    4. Ich glaube, dass man nicht nur in der Medizin allen machen muss und soll, was man kann!
      Ich habe mich immer aufs alt werden gefreut, seitdem ich ein bisschen Einblick in die Theorie und Praxis der Geriatrie haben, wünsche ich mir nur eins, das nicht!
      Nicht weil das Personal (Ärzte, Pfleger) irgendwie böse oder gemein wären, das nicht, nein, weil im Grunde gemacht wird, was geht, aber keiner mehr sagen kann, warum!

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    5. Liebe Ester, wir wollen uns das alt werden nicht vermiesen lassen! Hoffen wir lediglich, daß wir lange genug bei Verstand bleiben und uns gegen Auswüchse aller Art wehren können. Falls nicht, tja dann...??...Gnade uns hoffentlich Gott ;-)

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    6. Ich sehe Bellfrell hat da auch schon so seine Erfahrung gesammelt!
      Ja so ist es wohl, man sollte frühzeitig mit den Seien kommunizieren was man will und was nicht und ansonsten sich klar machen, dass der Tod zwar irgendwie nicht zum Menschen gehört, weil er Folge des SÜndenfalls ist, aber anderseits im Tod sich das Tor zum Leben befindet!
      Im Grunde beten wir in jedem Ave Maria um eine gute Sterbestunde und so wollen wir hoffen, dass wir da auch erhört werden.

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  2. Die Kommentare lassen Erinnerungen an meine Kinderzeit wach werden; in den 50ger Jahren gab es hierzulande einen geistig etwas beschränkten, liebenswürdigen, aber vor allem baumstarken jüngeren Mann;
    der konnte "gebucht" werden für allerlei kräfteerfordernde Arbeiten.
    So trug er an schönen Tagen die alten ( z. Teil bettlägrigen) Leute am Hof vor das Haus unter den Apfelbaum, holte sie nach zwei Stunden wieder von dort ab, trug sie auf's "Häusl" (Plumpsklo)...verrichtete diese Arbeiten scheinbar emotionslos, war sich seiner Würde und der Würde der Älteren aber durchaus bewusst!
    Neben den dankbaren Bekundungen der Betroffenen bestand der Lohn aus Naturalien aller Art incl. Kleidern und Bettzeug! Mitte der 60er Jahre zog es den besagten Mann in die Großstadt, er war noch eine Weile durch ein Kloster in brieflichem Kontakt mit meinen Vorfahren, bis der Kontakt abbrach.
    Aber man erinnerte sich noch lange an in großer Dankbarkeit an ihn.

    PS. Als 12jähriger Bub hätte er eigentlich wegen seiner Beschränktheit mit einem Deportationszug "entsorgt" werden sollen; durch die Absprache seiner Mutter mit einem "Zugbegleiter" wurde eine "Tür" an der anderen Seite des Waggons wieder geöffnet und 5 oder 6 Kinder wurden auf diese Weise vor dem sicheren Tod gerettet!
    Dies erzählte seine Mutter nach dem Krieg immer wieder!

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    1. In Suzette Elgins Dystopie Amerika der Männer wird erzählt, daß mit der Einführung solche Roboter, die das taten, wovon die Pflegekräfte unglücklicherweise immer glaubten, ihnen fehle die Zeit dazu – auf die Patienten einzugehen und ihnen gut zuzusprechen – der soziale Abstieg der Krankenschwestern begonnen habe. Sie durften in der Folge nur noch die niedrigsten Arbeiten ausführen, wie Bettpfannenleeren.

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  3. Aus der Entfernung hat man leicht schimpfen, anscheinend...natürlich ist ein Pflegeroboter nicht so toll wie liebevolle Pflege durch idealerweise eine Großfamilie, die genug Ressourcen hat und groß genug ist, so dass keiner ein Pflegeburnout bekommt. Okay. Nur steht das in Japan vielen nicht zur Verfügung. Und jetzt? Soll man auf die 2. Wahl Pflegeroboter verzichten und die alten Leute einfach unterversorgt herumliegen lassen, nur damit sich ein paar hemmungslos nostalgische Katholiken im fernen Österreich besser fühlen? In einer überalterten Gesellschaft sind Pflegeroboter eine Chance: damit nicht die 60-jährige Frau ihre 85-jährige Mutter heben muss. Damit grundlegende Pflegetätigkeiten getan werden, für die sonst nicht genug Pflegekräfte da sind. It's better to light a candle than curse the darkness.

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    1. Gehen sie mal ein bisschen in ein Pflegeheim, dann werden sie feststellen, dass nicht Roboter, sondern Menschen dort gebraucht werden!
      Wenn man all die Leute, die zur Herstellung, Wertung, Verkauf u.s.w. der Roboter gebraucht werden, zuhause bei ihrem Kindern und Alten lassen würde, dann hätten alle was davon.
      Aber an diese Option denkt ja keiner, schafft kein Bruttosozialprodukt!

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    2. Ja, Esther, ich kenne zimindest ein Pflegeheim näher und von innen, und ich weiß, dass da bei weitem nicht genug Personal ist bzw. dessen Aufgaben so getaktet sind, dass wenig Möglichkeit und Muße für schlichten menschlichen Kontakt bleibt.
      Wenn alle Menschen, die mit Herstellung, Wartung, Verkauf usw. der Roboter (ähm...sind die nicht erst im Prototypenstadium) beschäftigt sind, plötzlich nicht mehr damit beschäftigt sind, heißt das nicht, dass sie automatisch alle tolle Altenpfleger (oder Kinderpfleger) wären. Es sei denn, sie möchten gerne ein System, in dem jeder x-Beliebige dazu verdonnert werden kann, einen Mangelberuf auszuüben. Ich weiß nicht, ob Ihnen das gefallen würde - ich möchte mir meinen Beruf lieber selbst wählen.
      Es hieße auch, dass alle diese Leute kein Einkommen mehr hätten, und alle Erwerbstätigen noch ein bisschen mehr Steuern zahlen müsste, um ihnen das Leben ohne Einkommen zu ermöglichen.

      Ich bin ja für jede Idee für einen Systemwechsel zu haben, aber minimal durchdacht sollte sie schon sein.

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