Freitag, 30. Mai 2014

Wenn Promis dem Gruppenzwang unterliegen…

 

…dann strömen sie in den "Garten der Lüste" und verbrämen das ganze noch mit Charity.
Wo ein Bill Clinton seine Knubbelnase in die Kamera hält, ja, da müssen dann selbstverständlich auch andere ihre Nasen präsentieren und wenn Der oder Die oder auch Das, na klar, dann kann Möchtegern-Promi Nr. 4873 und Adabei Nr. 736 natürlich nicht zurückstecken und sei das Ganze auch noch so peinlich oder gar daneben.

Zugunsten der Aidshilfe wurden weltweit andere wichtige Forschungsetats gekürzt, behindert und sogar eingestellt. Die selbstdarstellerische (exhibitionistische!) Lifeball Society feiert sich munter selbst und läßt sich u.v.a. von der Stadt Wien, der Wirtschaftskammer Österreich und dem ORF (= wir Steuerzahler) neben dem Ball auch noch andere wichtige Events rund um das schräge Treiben im Wiener Rathaus sponsern.

»…Zu Mittag wird am Freitag zum TEDxAmRing geladen. Bei der Nachhaltigkeitskonferenz kommen renommierte Vortragende aus den Bereichen Technologie, Mode und HIV/Aids zu Wort, wie etwa Vivienne Westwood und Aids-Aktivistin Regan Hoffman. Auch Conchita Wurst wird ein 18-minütiges Referat halten….« (Quelle)

Ein exakt 18- minütiges Referat, gehalten von Conchita Wurst  - hoffentlich wird sie auch von Tom Neuwirth unterstützt, dessen fundierte schwierigste Ausbildung an der Grazer Modeschule sicher immens wichtige Querverbindungen zwischen Mode, getrimmten Bärten und Aids aufzeigen könnte, oder worum es sich auch immer bei dieser “Nachhaltigkeitskonferenz” handelt.

Ja, der Gruppenzwang dürfte eine große Rolle spielen bei diesem Wiener Auflauf.
Und bei der Höhe der Sponsorengelder frage ich mich, wieviel von dem ganzen Geld tatsächlich für die angebliche Aidshilfe überbleibt, wo doch der Herr Keszler selbst zugibt, daß man ohne Sponsoren den Ball gar nicht veranstalten könnte.
Wozu braucht es dann überhaupt den immensen Kostenfaktor Life Ball?
Zur öffentlichen Selbstbefriedigung der Herren Keszler und Co.?

Da wäre es doch wesentlich einfacher und effizienter, das viele Sponsorengeld direkt in die Aidshilfe einfließen zu lassen, ohne diesen ganzen (gesellschafts)politisch geförderten Exhibitionismus.


P.S.: Um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen.
Ich finde das Schicksal jedes Aids Kranken bedauerns- und beklagenswert und jedem kranken Menschen gehört selbstverständlich die beste medizinische Versorgung angedacht.
Den sexuell verbrämten Rummel und die exhibitionistischen Anwandlungen, welche hingegen ausgerechnet die Lifeball Aidshilfe provoziert und fördert, finde ich nicht nur erschreckend sondern in einigen Fällen auch abstoßend und kontraproduktiv.

Kommentare:

  1. Da fällt mir doch der alte Karnevalsschlager ein: "Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang..."

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  2. Eiße. Ich habe Würstchen gerade in die Wüste geschickt (mein neues Spiel: Würstchen versenken, demnächst online) und Du gräbst in kurz danach wieder aus. Ich denke, wir sollten uns vorher absprechen, wenn wir über jenes sprechen.
    Ich schlage die Pommesbude „bei uns um die Ecke“ vor. Dort können wir an einem Nichtfreitag bei Bratwurst, Currywurst oder Wienerle über’s Würstle schwätze.

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  3. :-D Ich nehm' dann Bratwurst mit Sauerkraut!

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