Montag, 5. Mai 2014

Schöner Wohnen mit Toni Faber

 

 

Normalerweise präsentiert man uns in  einschlägigen Hochglanzmagazinen die Residenzen der Reichen und Schönen  und der Durchschnittssteuerzahler darf diese gleich einem Voyeur bewundern, bestaunen und beneiden.

Toni Faber Wohnung

 

Die Wiener Tageszeitung “Der Standard” präsentiert uns nun einen Einblick in die Wohnverhältnisse des Wiener- Society- Lieblings-Dompfarrers Toni Faber, der  -wie seinerzeit mittelklassige Schauspieler- bekannt ist, durch Rundfunk und Fernsehen, oder auch einfach wie das Wiener sprichwörtliche falsche Geld.

 

Mich interessiert ja nun weniger das Ambiente und die unbestritten noble Residenz des in jeder Beziehung einfachen Herrn Dompfarrers.
Ich vergleiche eher die Reaktionen des voyeuristischen Publikums.
Hüben wie Drüben war und ist man sich einig, daß das allerverachtenswürdigste Verbrechen, das je ein Kleriker im Namen der katholischen Kirche begangen hat, der protzige Bischofssitz (!)  in Limburg war.
Der etwas bescheidener anmutende aber keineswegs bescheiden lebende kleine Dompfarrer, Liebling der Medien kommt hingegen (noch immer) äußerst gut weg.

Früher gab es mal den Spruch:

Quod licet Jovi non licet bovi*.

 

Am Beispiel Toni Faber sieht man, daß die Hierarchie der Kirche ohnehin in Auflösung ist.
Des Dompfarrers beachtlich unbescheiden Dienstwohnung findet keinerlei Anstoß, nein er läßt uns sogar voll Stolz und Dummheit und via Standard hineinblicken und sitzt selbstgefällig auf seinem Sofa. Ich denke unser Papst lebt derzeit um einiges “ärmlicher”. Zumindest mutet es ärmlicher an.

Hoffen wir, daß ihm diese Mediengeilheit bloß nicht einmal zum Verhängnis wird, dem beliebten bovi , Toni Faber, gell?


*”Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“


1 Kommentar:

  1. Und vielleicht findet sich ja, nebst hundert Engeln, auch irgendwo ein Kreuz. Ohne Design, aber echt. Und wenn es nur zu den "paar schönen Antiquitäten" gehört ... ;-)

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