Dienstag, 20. Mai 2014

Jetzt aber!

 

Soweit sind wir also schon

Diese im doppelten Sinne lächerliche Schlagzeile einer Bedrängung/Nötigung (es gilt die Unschuldsvermutung) sprang mir heute bei der Morgenlektüre der Salzburger Nachrichten entgegen.
Dabei ist es nicht die angebliche Bedrängung die mir ein gequältes Lachen auf die Stirn runzelt, nein es ist die völlig absurde Annahme des SN-Kürzel hkk  und der APA, daß der Eurovision Song Contest als “kulturelles Großereignis” durchgehen könnte.

Quo vadis Plemplemland?

In den 80-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde immer das Siegerkonzert des Bundeswettbewerbs “Jugend musiziert” live im ORF übertragen. Man konnte damals beispielsweise einen 12-jährigen Julian Rachlin, das blutjunge Hagenquartett u.v.a. Talente bewundern und sie erfüllten alle Hoffnungen, die in sie gesetzt wurden und erreichten ihre Ziele, die sie sich gesteckt haben durch Können und  Disziplin.
Jetzt überträgt der ORF ein Konzert mit 5 Wurst-Liedern, jeder Menge blöden Gequatsche dazwischen (inklusive Faymann’scher Ergüße) und erklärt einer Nation, was in Zukunft zum guten Ton zu gehören hat. So versteht der österreichische Staatsfunk also seinen kulturellen Bildungsauftrag.
Der Eurovision Song Contest ist kein kulturelles Großereignis, er ist reines Showbusiness und seit einigen Jahren ohnehin nur noch der laute und schrille Abgesang einer dekadenten Gesellschaft, sonst nichts.
Daß man überhaupt in Erwägung zieht, daß diese seichte Unterhaltungskiste ein Bedrängungspotenzial gegenüber den Wiener Philharmonikern haben könnte, ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten.


P.S.: Die SN dürften sich der Absurdität ihres Artikels schön langsam gewahr werden. Haben sie doch die online-version mittlerweile geändert.

Soweit sind wir also schon 2

(zum online Artikel)


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