Montag, 14. April 2014

Das muß jetzt einfach einmal raus!

 

Wer schon öfter hier gelesen hat, wird bemerkt haben, daß ich katholisch bin.

Ich bin es gerne und ich bin es sicher mit all den größeren, kleineren, ungewollten und manchmal wahrscheinlich auch gewollten Fehlern und Makeln, die man als Mensch und als Katholik nun mal hat.
Ich gebe offen zu, daß ich diesem Papst und auch seinen Vorgängern die “Treue” halte. Schließlich – um es mit den Worten von Papst Franziskus selbst auszudrücken “wer bin ich schon, daß ich es nicht täte”, wenn sogar der von mir besonders geschätzte Benedikt XVI. keinerlei Probleme hat, seinem Nachfolger gehorsam zu sein. 
Ich bin für den Zölibat, weil ich glaube, daß es nicht gut ist, wenn katholische Priester zu Hause eine frustrierte Ehefrau und vernachlässigte Kinder haben, und die Scheidungsrate  bei evangelischen Pastoren scheint dies zu bestätigen.

Ich bin gegen zeitgeistiges Kasperltheater während einer Hl. Messe, aber ich liebe die Liturgie mit all ihren Gewändern, ihren Symbolen, Handlungen und Abläufen, selbst wenn oder gerade weil das zu hohen Festtagen auch mit viel Prunk, Protz und Weihrauch einhergeht.

Ich sehe es ein, daß ich ohne mit mir selbst im Reinen zu sein nicht zur Hl. Kommunion gehen soll und ich kann es nicht einmal im Ansatz verstehen, daß auch aus gewissen katholischen(!) Kreisen beim Wunsch zur  Ökumene mit der evangelischen Kirche immer wieder  vom gemeinsamen Abendmahl gefaselt wird.
Da tun sich in meinen Augen Abgründe auf, die zeigen, daß Teile des Klerus, der Katecheten und der Theologen trotz ihres Studiums den Sinn, das Wesen, ja das große “mysterium fidei” mit dem Herzen nicht verstanden haben oder - was noch schlimmer wäre-  gar nicht verstehen wollen.
Die Hl. Eucharistie ist kein Symbol, kein Spielen als ob - wenn man dabei auch noch so ernste Mienen aufsetzt - , sie ist ein Sakrament und der zentrale Akt der Liturgie und des katholischen Glaubens: Leib und Blut Christi  - in jeder Hl. Messe!

Ökumene? Ja, natürlich!
Ich respektiere das evangelische Abendmahl, obwohl es für mich als Katholik – ich sage das jetzt ganz frei heraus- bedeutungslos ist, weil es eben kein Sakrament ist.

Beim letzten Besuch Papst Benedikt XVI.  2011 in Deutschland waren die Lutheraner angeblich über den Papst enttäuscht, weil er ihre Hoffnungen nicht erfüllt habe.
Wie hätte er das erfüllen können?
Wie könnte ein anderer katholischer Papst jemals diesen unerfüllbaren Wunsch realisieren und warum sollte er es?
Wollen Lutheraner uns allen Ernstes “abgewöhnen” an die Hl. Eucharistie zu glauben, nur weil es Luther ihnen abgewöhnt hat?
Und sollte ein katholischer Papst diesem  Wunsch aus Gründen einer falsch verstandenen Ökumene nachgeben?

Nein! Sicher nicht!
Und dafür kann man  mich jetzt ruhig  einen “Katholiban” schimpfen oder als “Fundi” titulieren.

Ich werde niemandem böse sein.
Ich werde weiterhin viel Spaß mit meinen evangelischen Geschwistern haben, aber ich werde es mir niemals verbieten lassen, aus meinem tiefsten gläubigen Herzen heraus auf diesen fundamentalen Unterschied zwischen katholisch und evangelisch zu pochen und ihn auch im Sinne einer missio zu “verkünden” so wie  ich niemals aus taktischen oder aus ökumenischen Beweggründen unterlassen werde, bei diversen Gelegenheiten auch zu sagen, daß ich gerne katholisch bin. 

 

P.S. um Mißverständnissen vorzubeugen: Es geht mir nicht darum, wer von uns der Bessere, Frömmere oder Gläubigere ist. Es geht lediglich um diesen wichtigen Unterschied, den uns Luther halt leider einmal “eingebrockt” hat. 

 

POPE/JPIImonstrance

Franziskus Monstranz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kommentare:

  1. War das jetzt ein Text "Aus gegebenen Anlass" oder in Text "nur mal so", weil Du Dich einfach mal aus…

    Ich meine, ich frag ja nur ^_^

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    1. Sagen wir mal so: Wenn das Häferl voll ist, muß man es ausleeren. ;-)

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  2. Nur mal so zum als Denkansatz, um die gewollten und ungfewollten Fehler zu dezimieren!

    Die Lutheraner glauben an das Sakrament der Abendmahlfeier, inklusive Realpräsenz. Einem Papst zu folgen, weil ihm sein Vorgänger folgt, ist wohl kaum ein katholisches Bekenntnis, wie auch, bisher gab es keine lebenden Vorpäpste ich kenne die wenigen, anders gelagerten Ausnahmen). Den Zäöibat mit frustrierten Ehefrauen zu begründen, finde ich auch sehr originell. Vielleicht wären beide ja auch weniger frustriert, vor allem die Priester?! Aus einer solchen Haltung, wie Sie sie hier an den Tag legen, ist wirklich keine Ökumene möglich. Nur Grabenkämpfe!

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