Donnerstag, 13. Februar 2014

Sterbehilfe für Kinder


Heute wird in Belgien darüber abgestimmt, Minderjährige, also Kinder, töten zu dürfen.
Erwachsene darf man schon lange umbringen, daran hat man sich, wie es scheint, schon gewöhnt.
Auch Ungeborene darf man schon seit 1990 töten; denn der damalige König von Belgien ließ sich für kurze Zeit für “regierungsunfähig” erklären und vermied es dadurch, eindeutig Stellung zu beziehen.
Dieses pilatöse Verhalten des Regenten, der sich selbst katholisch nennt, halte ich schlicht und einfach für einen Hochverrat sämtlicher christlichen Werte.
Das Parlament hat das Umbringen von Minderjährigen schon beschlossen, das belgische Volk stimmt heute ab und dann kommt wieder der König zum Zug.
Belgische KönigsfamilieDer katholische König Philippe, der mit seiner Frau Mathilde d’Udekem d’Acoz vier Kinder hat und u.a. auch Mitglied der Malteser und der Grabesritter ist – wie wird er sich verhalten, nachdem er bisher diesem tödlichen Treiben in seinem Land völlig kommentarlos zugesehen hat?
Die perfideste Äußerung in der belgischen Tötungsmaschinerie habe ich schlußendlich heute morgen von Frau Jacqueline Herremans gehört. Im Ö1-Morgenjournal teilte sie mit:
Jacqueline-Herremans"Dieses Gesetz zwingt niemanden zu etwas - Menschen, die nicht nach Sterbehilfe verlangen sind von der Regelung gar nicht betroffen". (Quelle)
Nein, da haben Sie Recht, Madame! Gezwungen wird niemand, noch nicht. Und man wird es den Unwilligen und Uneinsichtigen schon noch beibringen, nach diesem Akt der Menschlichkeit zu verlangen, um es mit den Worten von  Daniel Bacquelaine vom liberalen Mouvement Reformateur zu sagen:
Euthansius»Es geht nicht um die Frage ob ein Kind sterben wird oder nicht. Der Tod steht unmittelbar bevor, das Drama ist bereits eingetreten. Die Entscheidung für Sterbehilfe darf nur dann getroffen werden, wenn das Kind unendlich leidet und die Eltern einverstanden sind. Es ist ein Akt der Menschlichkeit, wenn man dem Wunsch des Kindes entspricht«
Es ist schauderbar und absolut tödlich, was man im Königreich Belgien unter Menschlichkeit versteht!






Kommentare:

  1. Grundsätzlich d'accord!
    Mit einer winzig kleinen Einschränkung: König Baudouin HAT eindeutig Stellung bezogen, und zwar genau dadurch, dass er für kurze Zeit zurückgetreten ist, um das Gesetz nicht unterschreiben zu müssen. Europäische Könige können heutzutage Gesetze, die sie ablehnen, nicht verhindern, wenn das Parlament sie beschlossen hat. Sie können höchstens ihr Missfallen darüber äußern. Baudouin hat genau das mit seinem Kurzzeitrücktritt getan.

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    1. Ja, mag sein, daß dies für (den damaligen) Monarchen die einzige Möglichkeit ist/ war.

      Philippe denkt aber  anscheinend nicht einmal an diese, in ihrer Wirkung ohnehin  »bescheidene« Protestvariante ( siehe hier). Gefunden bei tagesschau.


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  2. Ich warte schon seit geraumer Zeit darauf, daß ein König oder ein Präsident ein vorgelegtes Gesetz NICHT unterschreibt. Aber die unterschreiben wirklich ALLES um in Amt und Würden zu bleiben. Entweder haben die kein Gewissen oder die Anziehungskraft der Macht, des Ansehens, des Einkommens ist zu groß.
    Im Falle Belgien wird der König seine Unterschrift voraussichtlich auf eine "Güterabwägung" schieben. Belgien ist am Auseinanderfallen und er wird seine Unterschrift als Belgiens "Rettung" verkaufen.

    Hat nicht auch der Großherzog von Luxemburg wie Baudouin gehandelt, um ein Gesetz nicht zu unterschreiben??

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  3. Interessant war für mich jetzt, aufgrund der belgischen Debatte, wie es im mittlerweile im Blaupause-Land der "Sterbehilfe" (Holland) zugeht.

    Und da kommt zutage, dass in Holland mittlerweile auch Patienten GEGEN ihren Willen "sterbegeholfen" wird - also nur dem Wohl der Angehörigen etc. dient. Dies geht mittlerweile scheinbar schon so weit, dass es, ähnlich der Patientenverfügung, schon Karten gibt, dass man dies NICHT wünscht.

    Aus einem Spiegel-Artikel von 2004:
    "Viele Niederländer haben nun Angst, sie könnten im Falle eines Unfalles oder einer plötzlich auftretenden Krankheit von ihren "Lieben" ins Jenseits befördert werden. Besonders jene plagt diese Furcht, die ein sattes Erbe hinterlassen würden. Zum Schutz vor ungewollter Tötung, kann man sich eine Karte anfertigen lassen, die man immer bei sich tragen sollte; auf ihr steht: "Maak mij niet dood, Dokter"."

    Ein weiterer, für mich, aufschlussreicher Artikel dazu:
    http://www.soulsaver.de/weltgeschehen/euthanasie/

    oder das Online-Buch "Zur Ethik des Tötens"
    http://kurzurl.net/QIXGy

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    1. Ja! Wenn die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet ist....

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