Sonntag, 2. Februar 2014

Nunc dimittis

 

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Nunc dimittis servum tuum Domine, secundum verbum tuum in pace.
Quia viderunt oculi mei salutare tuum, quod parasti ante faciem omnium populorum,
lumen ad revelationem gentium et gloriam plebis tuae Israel.

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

 

 


1 Kommentar:

  1. Bei dem Bloggolegen™ (=Blogger Kollegen) von „Vorgestellt-Nachgedacht“ hatte ich schon meine zwei Cent zum „Nunc dimittis“ geschrieben.
    Dort schrob ich:

    Irgendwie, es ist eher so ein dummes Gefühl, gefällt mir die Übersetzung mit dem "scheiden lassen" nicht so ganz. Vielleicht liegt es daran, daß es zu sehr an "hinscheiden" oder "sterben" erinnert.

    Der gr. (und lat.) Text ist da vielleicht etwas „offener“, oder wie man es nennen will:
    Einerseits, weil er mehr von „entlassen“ oder „freigeben“ spricht. Damit wird die Beziehung Herr–Knecht klarer ausgedrückt: Der Herr entlässt seinen Knecht (aus der Knechtschaft).
    Andererseits weil ἀπολύω aber auch „loskaufen“ bedeutet. Da läßt sich dann über die Frage des Lösegeldes (λύτρον) nachdenken.

    »Νῦν ἀπολύεις τὸν δοῦλόν σου, δέσποτα, κατὰ τὸ ῥῆμά σου ἐν εἰρήνῃ·«
    »Nunc dimittis servum tuum, Domine, secundum verbum tuum in pace.«
    »Nun entlässt Du deinen Diener, o Herr, nach deinem Wort in Frieden.«

    Über das gr. Wort δεσπότης, das nur 10x im NT vorkommt, könnte man freilich auch trefflich sinnieren. Scheint doch ein solch „strenges“ Wort gar nicht recht in die weihnachtliche Kuschenatmosphäre zu passen…

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