Freitag, 14. Februar 2014

Belgien richtet es sich

 

Über Armin Schwibach bin ich zu einem interessanten Artikel beim Spiegel gekommen – ja ich habe auch gestaunt, aber in diesem Interview wird der belgische Mörderverein Lügen gestraft; denn eine langjährige Medizinerin aus München erklärt u.a. :

 

»…Ich habe aber noch nie erlebt, dass ein Jugendlicher nach aktiver Sterbehilfe gefragt hat. Es ist eher so, dass diese jungen Menschen trotz ihrer körperlichen Einschränkungen noch sehr viel Lebenswertes in ihrem Leben sehen. Eine junge Frau, die wir wegen einer schweren neuromuskulären Erkrankung schon sehr lange betreuen, kann nur noch die Augäpfel bewegen. Sie kommuniziert mit großer Mühe über einen Computer, auf dem sie jeden Buchstaben einzeln anklicken muss. Und trotzdem sagt sie: "Solange ich meine Familie noch zum Lachen bringen kann, möchte ich leben."…«  (ganzer Artikel)

Antworten einiger Twitterer, die selbst in diesem Bereich arbeiten bzw. gearbeitet haben, bestätigen die Aussagen der Medizinerin.

Was also richtet sich Belgien für die Zukunft?
Ein Gesetz zur legalisierten Tötung eines Menschen dient ja nicht nur dem Ausübenden Mörder/Totschläger zur Erlangung von Straffreiheit, es verfolgt mit Sicherheit ein längerfristiges Ziel. Bei den Nazis war es beispielsweise die Auslöschung von angeblich nicht lebenswertem Leben, die Standards wurden freilich  vom Regime vorgegeben.

Ich male mir eine kleine Geschichte aus.

Ein Paar (vielleicht sogar ein gleichgeschlechtliches?) hat ein Kind adoptiert.
Als dieses Kind 7 Jahre alt ist , erkrankt es unheilbar an Krebs. Die Beziehung geht an diesem Schicksalsschlag in die Brüche. Einer bleibt bei dem unheilbaren Kind, welches aber möglicherweise sogar noch ein paar Jahre leben könnte.
Der betreuende Elternteil ist  trotz aller Hilfestellungen mental überfordert und sieht sich der Lage nicht mehr gewachsen.
“Wie lange soll diese Schreckenszeit noch dauern? Wie wird sich das alles finanziell entwickeln? Was ist mit meinen Bedürfnissen und mit meinen Anforderungen an das Leben?”
All diese Fragen und Probleme betreffen aber in Wahrheit nur den betreuenden Elternteil und nicht das Kind, welches nach wie vor am Leben und an seinen Eltern hängt. Doch dem kann man nun ganz legal Abhilfe schaffen. Subversiv und sukzessiv wird dem kranken und hilfsbedürftigen Menschen suggeriert, daß der freiwillig[!] geäußerte Wunsch zu sterben,  für alle Beteiligten die seligmachende Lösung sei… Das Gesetz erlaubt es und es gibt keinerlei Notwendigkeit einer Rechtfertigung.

 

Ja! Liebe Belgier und liebe Holländer und Luxemburger, die Ihr ja um keinen Deut besser seid, das nennt man in Österreich es sich richten.
Das hat nichts mit Rechtssprechung zu tun, ganz im Gegenteil!
Das ist eine Vorgehensweise, die ausschließlich dem Täter helfen soll, sein schändliches Tun  zu verschleiern und mit scheinbarer Korrektheit zu verhüllen.
Dafür verwendet Euer Mörderverein  den Euphemismus  “Aktive Sterbehilfe”.


1 Kommentar:

  1. So mag es am Anfang noch ganz „harmlos mitleidig“ sein. Ich wage die düstere Prognose, das im Dutroux-Land noch ganz andere Perversitäten zum Standard werden.

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