Mittwoch, 29. Januar 2014

Twitter wieder einmal

 

Nachdem ich zum wiederholten Male feststellen mußte, daß es sich anscheinend nicht schickt, Papa Franziskus zu loben, ohne gleichzeitig einen Rundumschlag auf seine Vorgänger zu tätigen oder wenigsten dieses Lob abzuschwächen, indem man mit der Nase direkt darauf gestoßen wird, daß dies alles seine Vorgänger (vor allem Papst Benedikt XVI.) bereits gesagt haben, und ich selbst mich ja auch bei dieser meiner eigenen Nase nehmen muß, weil ich diesem Handlungsmuster  schon das ein oder andere Mal verfallen bin, setzte ich vormittag einen Tweet ab, um dieses ungute Gefühl einmal loszuwerden.

 

Anlaß für diesen meinen Tweet war vor allem der unsägliche “Rolling Stone” Artikel, dessen Zweck eindeutig nicht war, Papst Franziskus zu würdigen, sondern Papst Benedikt XVI. zu diskreditieren und zu verunglimpfen.

Die Perfidie an der ganzen Geschichte ist es, daß Menschen, die so operieren damit erreichen, daß letztlich  an beiden Päpsten(!) ein künstlich erzeugter Makel hängen bleibt.
Und er bleibt genau dort hängen, wo es am effizientesten ist: Mitten in der katholischen Kirche, mitten unter den Gläubigen und mitten in unseren Herzen, die einmal so sind, daß sie zu  Vorlieben und Bevorzugungen neigen.

Dr. Armin Schwibach hat es mit seinen Antworten bestens definiert:

Schwibach 29.1.2014

Auf dieses m.E. sogar gezielte Verwirrspiel um den “besseren Papst” einzugehen, ist das Schlechteste was man als Katholik tun kann.

Und ja, ich mag konservativ sein und Präferenzen haben, doch ich bemühe mich weiterhin,objektiv zu sein. Möglich, daß es mir nicht immer gelingt, doch ich hoffe, daß mir die klare Sicht und mein spitzer Schnabel erhalten bleiben, um zu erkennen, wo und wann irgendjemandem  Unrecht getan wird und wenn jemand wie unser Papst Franziskus von zwei konkurrierenden Parteien innerhalb der Una Sancta [!] mißbräuchlich verwendet wird, um eigene (obskure) Interessen zu artikulieren, dann kann ich diesen meinen spitzen Schnabel nicht halten. Punkt!


Kommentare:

  1. ad "...oder wenigsten dieses Lob abzuschwächen, indem man mit der Nase direkt darauf gestoßen wird, daß dies alles seine Vorgänger (vor allem Papst Benedikt XVI.) bereits gesagt haben"
    Ich denke, das ist eine Reaktion darauf, dass die Medien ständig behaupten, dass Franziskus dies oder das zum ersten Mal gesagt habe, dass das wieder einmal eine seiner "Überraschungen", "Neuheiten", "Revolutionen" sei. Und dass er für diese Aussagen überschwänglich gelobt wird, während seine Vorgänger für das Selbe (eventuell in anderen Worten gesagt) getadelt wurden oder man es zumindest ignoriert hat (um sich bei anderer Gelegenheit zu beschweren: "Ja, warum sagt er denn nicht endlich was zu...")
    Also ich verstehe es, wenn dir, lieber Bellfrell, das manchmal passiert. Mir passiert es auch. Hier wird eben jemandem Unrecht getan (wie du es oben erwähnt hast). Deshalb kannst du deinen Möwenschnabel nicht halten, und ich meinen Smilodon-Rachen auch nicht.

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    1. Das muß ich mir dann wohl  SO vorstellen!

      ;-)




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  2. Jaaa! Die Eckzähne vielleicht 2 cm kürzer.

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  3. Und wenn ich gut gelaunt bin, durchaus auch so:
    http://gettoys.com/images/wild_republic_cuddlekins_smilodon_sabre_tooth_cat_83822.jpg

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    1. Gut gelaunt ist natürlich immer besser! ;-)

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