Samstag, 18. Januar 2014

Der große Führer der Türken

 

 

»Außer Allah kennen wir keinen Gott!«

Erdogan3

So hören wir heute laut Übersetzer und ORF-Korrespondent Christian Schüller den GRÖTAZ(Größter Türke aller Zeiten) Erdogan in ein Mikrophon plärren.
Was er sonst noch vor einer Schar von Religionslehrern dahinschreit  – man ist auf die Türkischkenntnisse des Herrn Schüller angewiesen und dieser erklärt uns, daß Führer Erdogan jegliche Verantwortung des Korruptionsskandals, weit von sich weist. Und zwar so weit, daß ferne und falsch- bzw. ungläubige Länder sich gegen ihn verschworen hätten. Damit kann er die türkische Religionslehrer für sich gewinnen, hat er ja mit einer Reform “religiöse Schulen” aufgewertet.
Sogar von seinem eigenen Sohn Bilal würde sich der tiefgläubige Führer lossagen, falls dieser tatsächlich in böse Korruption verwickelt wäre.
Dies aufzudecken, weiß und wußte der GRÖTAZ selbstverständlich effektiv zu verhindern. Hart durchzugreifen, ist ohnehin etwas daß jeder gute Diktator im Laufe seiner Karriere gelernt hat, man erinnere sich nur an die Vorgehensweisen im Gezipark vergangenen Sommer.

»…Schon am Tag nach den Razzien begann die Regierung damit,Polizisten ihrer Posten zu entheben. Inzwischen wurden Medienberichten zufolge Hunderte von ihnen versetzt, darunter der Polizeichef Istanbuls. Wie groß der Druck auf die Justiz ist, machte der Istanbuler Staatsanwalt Muammer Akkas am Donnerstag deutlich. Bei den Festnahmen vom 17. Dezember ging es etwa um den Verdacht, dass gegen Schmiergeld Baugenehmigungen erteilt und Iran-Sanktionen unterlaufen wurden. Akkas leitete Ermittlungen in einem weiteren Fall und untersuchte unter anderem Manipulationen bei öffentlichen Ausschreibungen.
Akkas sagte, er habe gegen „mehrere bekannte Persönlichkeiten und einige Beamte“ ermittelt. Regierungskritische Medien berichteten, auch Erdogans familiäres Umfeld sei betroffen. So habe der Staatsanwalt Erdogans Sohn Bilal vorladen wollen, der die Jugend- und Bildungsstiftung Turgev leitet.
Turgev soll nach Angaben der „Frankfurter Rundschau“öffentliches Land im Istanbuler Innenstadtbezirk Fatih im Wert von einer Milliarde Dollar für weniger als die Hälfte erworben haben und dafür rund drei Millionen Dollar Schmiergeld bezahlt haben. Gegen den Bezirksbürgermeister werde bereits wegen Bestechlichkeit ermittelt. Er sitzt demzufolge wie Bilal Erdogan und weitere Mitglieder der Erdogan-Familie im Vorstand der Stiftung….« (Quelle)

Was uns hier erzählt wird, verwundert mich nicht wirklich.
Sollte Erdogan tatsächlich geschwächt und sein möglicher Gegner, der Prediger Fethullah Gülen gestärkt werden, dann hat man in der Türkei lediglich von Pest auf Cholera umgeschwenkt.

Was aber bei mir am meisten Erstaunen und auch Verärgerung hervorruft, ist die Äußerung am Schluß des heutigen, immer noch sehr wohlwollenden Berichts über die bedenklich undemokratischen Zustände in der Türkei:

»…Auf dem Spiel steht immerhin eine Erfolgsgeschichte, die das notorische Krisenland Türkei in den letzten zehn Jahren zu einem vielbeneideten Aufsteiger gemacht hat«

Ach Herr Schüller, diese von Ihnen und Ihresgleichen vermutete und bejubelte Erfolgsgeschichte ist einfach eine Blase, die nun zu zerplatzen droht und man kann nur hoffen, daß sie platzt und damit einen EU-Beitritt dieses Landes endlich unmöglich macht! 



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