Freitag, 3. Januar 2014

Ägypten

 

Was uns die Meinungsmachermedien tagtäglich über Ägypten berichtet haben und immer noch berichten, divergiert doch sehr mit dem, was der Vizedirektor der Caritas Ägypten, Magdy Garas in einem Interview mit dem Salzburger Rupertusblatt zu berichten weiß:

Magdy Garas1»…Für Magdy Garas war die Regierung der Islamisten wie eine „schwere dunkle Wolke.“ Die Muslimbruderschaft habe bei den Wahlen die Stimmen der Armen mit Lebensmitteln gekauft und „ihr wahres Gesicht verstellt“.
In einem Jahr Mursi sei vieles an Infrastruktur vernichtet worden, das Land habe sich nicht nach vorne, sondern zurückentwickelt. „Die Muslimbrüder geben keine Antworten auf die drängenden Fragen der Gegenwart und sie respektieren keine andere Religion als den Islam. Unter ihrer politischen Herrschaft wurden mehr als 100 christliche Kirchen und Sozialeinrichtungen zerstört. Bei einem Attentat auf eine Hochzeitsgesellschaft im Norden der Hauptstadt gab es zahlreiche Tote“, berichtet Magdy Garas und bekundet seine Sympathie für den Machtwechsel im Sommer. „Das war kein Putsch des Militärs wie es oftmals aus dem Westen zu hören war, sondern eine Revolution der Bevölkerung. Wir haben keine 32 Millionen Militärs in Ägypten. Die Menschen hatten genug von den Muslimbrüdern. Sie regierten mit Gewalt, andere Meinungen zählten für sie nicht. Innerhalb kurzer Zeit hat es zum Beispiel zehn Fernsehkanäle gegeben, die nur noch religiöse Inhalte sendeten“, so Garas, der auch vor den noch radikaleren Salafisten warnt: „Einige forderten sogar die Sprengung der Pyramiden. Sie wollen ein Leben wie zu Zeiten Mohammeds. Doch wenn es darum geht ihre Propaganda zu verbreiten, greifen sie auf die modernen Kommunikationstechnologien zurück.“…« (weiterlesen)

Das Salzburger Rupertusblatt hatte laut dieser Quelle im ersten Halbjahr 2008 eine Druckauflage von 15.956 Exemplaren. Es werden seither eher noch weniger als mehr geworden sein.
Diese Exklusiv-Informationen über die Lage in Ägypten kommen somit also lediglich einem eher speziellen Leserkreis zu Gute und man kann davon ausgehen, daß von dieser ohnehin kleinen Leserschaft auch wiederum ein Gutteil über Frau Burgstallers Artikel hinweglesen wird, sei es aus Unaufmerksamkeit oder aus Indolenz.

Dagegen sollte man etwas tun; denn ORF Korrespondent und Buchschreiber  Karim El Gawhary und seine Kumpels werden uns mit derlei Informationen auch weiterhin nicht versorgen dürfen.


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