Donnerstag, 5. Dezember 2013

Mir kommen wieder einmal die Tränen

 

Charly Brown crying

 

Daß man mir auch ein derart tragisches Schicksal in aller Herrgottsfrühe auf den Tisch legen muß?

Die 25-jährige Studentin Steffi K.  aus Wien ist der Anlaß meiner grenzenlosen Rührung, an der ich heute morgen fast erstickt wäre:

»…Auf einer der größten Einkaufsstraßen Österreichs, der Wiener Mariahilfer Straße, beschäftigen sich die wenigsten damit: Steffi K. schaut sehnsüchtig in die Auslage eines Juweliers. Die 25-jährige Studentin will ihrem Freund eine Uhr schenken. „Es soll etwas Besonderes sein, er hat mir im Vorjahr einen teuren Füller gekauft und ich ihm nur eine Hose.“ Das soll heuer nicht passieren. 300 Euro will sie ausgeben. Dafür hat sie lang gespart. „100 Euro hat mir eine Freundin geliehen.“
Steffi K. ist in guter Gesellschaft.
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Jugendliche kein Problem damit haben, Schulden zu machen. Ein Drittel der Befragten findet es völlig normal. „Auch kleine Schulden bei Freunden können eine Kettenreaktion auslösen“ erklärt Schuldenexperte Maly. Jeder dritte neue Klient bei der Schuldenberatung ist noch nicht 30 Jahre alt – aber im Durchschnitt bereits mit 32.500 Euro verschuldet…« 
(Quelle: Printausgabe SN, “Im Advent wachsen die Schulden von Marian Smetana)

Ich wage es nicht, mir vorzustellen, welches Studienfach dieses Mädel belegt hat.
BWL wird es hoffentlich nicht sein und falls ja, kann man nur hoffen, daß ihr Freund sie bald heiratet, trotz der schäbigen Hose, die sie ihm letztes Jahr unter den Baum gelegt hat und trotz ihres anscheinend simplen Gemüts, welches sie dazu veranlaßt, sich  von ihrer Freundin auch noch 100 Euro zu borgen(!), damit sie ihren Macker mit  einer teuren Uhr beeindrucken kann.

Und dem Marian Smetana sei gesagt, Steffi ist nicht in guter Gesellschaft!
Steffi ist in schlechtester und blödester Gesellschaft und daß sie es als Studentin und angehende Akademikerin dort hingeschafft hat, sollte uns an dieser Gesellschaft und auch am Bildungssystem der vergangenen Jahre gehörig zweifeln lassen – vorausgesetzt wir haben uns rechtzeitig von dieser rührseligen Weihnachtsgeschichte erholt. 


Keine Kommentare: