Montag, 11. November 2013

Danke, Frau Koenne!

 

Christa Koenne1

Sie haben mir heute morgen die Augen geöffnet.
Jene Augen, die in der Volksschule das Einmaleins von der Tafel abgelesen haben, die Grammatik und Rechtschreiben in mein Hirn weiterleiteten und dafür sorgten, daß ich nach diesen 4 Jahren Volksschule aufs Gymnasium gehen konnte. Ich lernte noch brav die ganze 4. Klasse lang für die Aufnahmeprüfung und just dann wurde diese vom österreichischen SOZISonnenkönig Bruno Kreisky abgeschafft.

Aber mein Zeugnis  war ohnehin gut genug, auch ohne daß meine Eltern die Frau Lehrerin je unter Druck gesetzt haben. Es war für mich und meine Klassenkollegen eher so, daß wir uns gegenseitig angespornt haben, die Aufgaben aus dem Büchlein “Aufnahmeprüfung leicht gemacht”  zu lösen. Sogar jene, von denen klar war, daß sie gar nicht aufs Gymnasium gehen würden, aus welchen Gründen auch immer.
Ja, so waren wir damals.
Die Volksschule war ein Ort des Lernens und des Lehrens und dies wurde in den 8 Jahren Gymnasium unter mehr oder weniger begeisterter Anteilnahme meinerseits  mit wechselndem Erfolg fortgesetzt.

Aber wir Schüler und unsere Eltern wußten in unserer grenzenlosen Einfalt ja auch nicht, was Sie Frau Christa Koenne  heute via ORF offenbart haben:

"Friedensstiftende" Funktion der Schule

»..Nicht zuletzt bewiesen auch viele internationale Beispiele, dass nicht trennende, sondern integrative Schulsysteme die Zukunft seien, so Christa Könne: "Die, die sich erfolgreich entwickelt haben, die haben einen Ort gefunden - ich meine das sehr räumlich - einen Ort, wo die Kinder gemeinsam hineingehen. Was nicht heißt, dass sie auch immer gemeinsam den Unterricht erleben. Ein Ort, an dem man nicht getrennt wird in diejenigen, die für die Schule als Leistungsträger gelten und die anderen, weil Schule ein Ort der Sozialisation ist, wo Gemeinschaft erlebt wird. Und das ist friedensstiftend." Und Könne warnt: "Wir müssen anpassen, dass Schule nicht ein Ort wird, der die sozialen Unterschiede noch verstärkt", schreibt die Bildungsexpertin den rot-schwarzen Koalitionsverhandlern ins Stammbuch« 
(Ö1 Morgenjournal, 11.11.2013)

Das ist also des Schulpudels wahrer Kern?
Das Finden eines Ortes der Sozialisation und der friedensstiftenden Gemeinschaft?

Ach Frau Koenne, haben Sie doch die Güte, dies auch den verantwortlichen Damen und Herren des Pisa-Tests mitzuteilen, damit dieser dann auf genau diese von Ihnen gehuldigten Kriterien  angepaßt werden kann und des weiteren

 Koenne Sie mich mal….


1 Kommentar:

  1. Friendensstiftend?

    Also auf der weiterführende Schule war ich mindestens zweimal in der Woche in Raufereien verwickelt.....

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 Spamer und Trolle werden umgehend in den Wald zurückgeschickt.

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