Montag, 21. Oktober 2013

Schicksalstage für Walter Steidl. SPÖ?


Nach dem Finanzskandal in Salzburg durften sich die Salzburger eine neue Landesregierung wählen und weil die für das Geldverbraten Hauptverantwortliche SPÖ (dank ihres mittlerweile ja wieder bestens versorgten Finanzreferenten David Brenner – “Ich weiß von nichts”) von den Salzburger  Wählern einigermaßen abgestraft worden ist, sind diese Finanzgenies von eigenen Gnaden nicht mehr an der Futterkrippe.
Und jetzt kommt Walter Steidl, SPÖ. Harte Tage sind es für ihn, der nun nicht mehr in erster Reihe an der Futterkrippe plaziert ist. Daher fordert er eben zu seinem jetzigen, 14 mal ausbezahlten  Hungerlohn von 3800.- Euronen netto von der Partei noch einmal 3000 Euronen zusätzlich, aus den bekannten fadenscheinigen Gründen und aus einem, der mir zutiefst ehrlich und sozialdemokratisch plausibel erscheint:
Steidl will nicht ausgelacht werden
Ja, das “ausgelacht werden” ist für einen Gewerkschafter (Walter Steidls sog. “Zivilberuf”) unerträglich! Das härteste Schicksal, welches einen SOZI treffen kann.
Schlechte Nachrede wegen allfälliger Kinkerlitzchen wie Hinterziehung, Verspekulierung oder Korruption – das erträgt man mit stoischer Würde, weist es weit von sich oder weiß von gar nix, aber wegen läppischer 3800 Euronen Handgeld monatlich ausgelacht zu werden, WAS FÜR EINE SCHANDE!
Und so müssen wir Salzburger, die wir in letzter Zeit ja einiges vernehmen, erfahren und schlucken durften, beispielsweise die Erhöhung des Gesamtschuldenstandes bis 2014 auf 1,5 Milliarden Euro, nun auch noch das erbärmliche(!) Schicksal des Salzburger SOZEN-Chefs Walter Steidl betrauern:
Schicksalstage Steidl
»…."Ich finde daran nichts Unanständiges." Schließlich sei die Erwartungshaltung in der SPÖ ja, "dass wir wieder in Regierungsverantwortung kommen". Wenn die Grundsatzentscheidung für den Hauptberuf ausfällt - und davon ist Steidl überzeugt -, dann gehöre dazu auch eine finanzielle Entschädigung. "Aber kein Gehalt und keine Dienstanstellung."…«  (mehr)
Der “hauptberufliche” Gewerkschaftler Walter Steidl, der 1972 zum Elektroinstallateur ausgebildet wurde und dank  einem Jahr “Sozialakademie” in Wien zum Landtagsabgeordneten, Geschäftsführer der GPA Journalismus, Druck und Papier, Nachfolger von Cornelia Schmidjell und schließlich zum Nachfolger von Gabi Burgstaller mutierte, legt dieser Tage seinen moralischen Offenbarungseid ab und gewährt damit tiefe  Einblicke in das Seelenleben eines sozialdemokratischen Funktionärs und Volksvertreters.
Man sollte ihm eigentlich dankbar dafür sein.
Aber vor allem sollte man dafür sorgen, daß diese Charaktereinstellung, die für Menschen seiner Spezies anscheinend nicht außergewöhnlich und “nicht unanständig” ist, auf keinen Fall vergessen wird.
Laßt uns die schäbige Gesinnung des Walter Steidl in Stein meißeln – es wird auch in Zukunft wieder Wahlen geben und Entscheidungshilfen à la  Steidl sollten genützt werden!

P.S.: Ganz kalt läßt mich so ein Schicksal natürlich auch nicht. Daher habe ich vor ein paar Tagen auf Twitter einen #Spendenaufruf für #WalterSteidl gestartet. Bisher gab’s aber nicht wirklich Zuspruch.
Spendenaufruf für Steidl

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