Mittwoch, 18. September 2013

Wenn die Wahl endlich vorbei ist-

 

-dann werde ich in Rom zum letzten mal gemütlich in meinem Klosterhotel sitzen und die Aussicht genießen, mein Koffer wird schon wieder gepackt sein und am nächsten Morgen geht es heim in jenes Plemplemland, in welchem derzeit via ORF permanent sog. Politikerduelle stattfinden.
Jeder mit jedem, jeder gegen jeden, gepuscht und gedoped durch mental coaches und spinning doctors sitzen sich unsere Polit-Granden bei Frau Thurnherr gegenüber und leisten vor allem eins: Sie nerven!
Das hat dazu geführt, daß ich mir die meisten dieser Scheindiskussionen gar nicht mehr angesehen habe. Es reicht schon, wenn man am Morgen danach im Ö1 Morgenjournal und zum Frühstück Sätze wie diese aufs morgendliche Semmerl geschmiert bekommt:

 

»…Wie fühlt sich eine gut ausgebildete Augenärztin, ich hab’ grad gestern eine getroffen, ihr Söhnchen ist 12 Monate alt, die möchte gerne eine Praxis eröffnen gemeinsam mit ihrem Partner, der auch Augenarzt ist. Wie fühlt sich so eine Frau, wenn sie keinen Kinderbetreuungsplatz für ihren Sohn findet? … «  O-TON Grünenchefin Eva Glawischnig

Ja, wie fühlt sich diese arme Frau Doktor mit dieser gehäuften Ansammlung von Schicksalsschlägen?

  • Abgeschlossenes Medizinstudium,
  • Partner mit Doktortitel
  • Kind mit 12 Monaten,

 

-wie dick muß es jetzt noch daher kommen, um die junge Frau Doktor und eine Eva Glawischnig an der Menschheit zweifeln zu lassen?
Richtig, kein kostenfreier (also vom österreichischen Steuerzahler finanzierter) Betreuungsplatz zum Ablegen des 12-monatigen Babys, während man in einer augenärztlichen Gemeinschaftspraxis ordentlich Geld scheffelt.

Das von Frau Glawischnig so mitfühlend geschilderte Augenärzteschicksal erweckt bei mir persönlich nicht den geringsten Schimmer eines Bedauerns.

Aber immerhin hat mir dieses Statement der Grünenchefin wieder einmal gezeigt, daß die Politik dieser Partei nicht nur aus Zwangsbeglückung und Bevormundung besteht, sondern daß sie auch ausgesprochen elitär und Welten von der Realität der Durchschnittsösterreicher entfernt ist.


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