Samstag, 14. September 2013

Der Blick zum Kreuz


Alterzbischof Georg Eder feierte Anfang März dieses Jahres seinen 85. Geburtstag und meinte in einem Interview:
»…„Müde bin ich oft“, sagt Georg Eder gleich als erstes und entschuldigt sich, weil das Gespräch bei ihm zu Hause in der Villa am Obertrumer See nicht sehr lange dauern kann. „Mir geht‘s leidlich gut, aber mit dem Sprechen hab‘ ich so meine Probleme“, meint er und erklärt, dass er aufgrund einer Nervenerkrankung nur ein wenig reden kann und dann wieder eine Pause braucht. Das sei auch der Grund, warum er keine öffentlichen Gottesdienste mehr feiert. „Ich habe die Worte im Mund, bringe sie aber nicht heraus.“…« (Quelle)
Schade,  habe ich mir beim Lesen damals gedacht.
Dieser Bischof war nämlich im Gegensatz zu dem Bild, welches uns die einschlägigen antikirchlichen Medien und der linke Flügel innerhalb der Kirche vermittelt haben, ein sehr einfühlsamer, hilfsbereiter und vor allem frommer Gottesmann. Aus sicherer Quelle wurde mir erzählt, daß Georg Eder in seiner Zeit als Pfarrer in Altenmarkt stets einer der Ersten war, die geholfen haben, wenn Hilfe gebraucht wurde und nie wird man wohl vergessen, als er beim Hochwasser 2002 “bewaffnet” mit dem Allerheiligsten die Salzach segnete und das Hochwasser tatsächlich zurückging.
Sein Brief an Papst Johannes Paul II aus dem Jahr 1998, in welchem er sich quasi für seinen Mitbruder Bischof Reinhold Stecher und dessen ungebührlicher Kritik an seiner Heiligkeit entschuldigte, zeugte auch von seiner aufrichtigen Loyalität und seiner tiefen Verehrung für den Papst.
Kurzum Erzbischof Eder ist und war ein zutiefst frommer und katholischer Erzbischof.
Wie gesagt – schade.
Heute in der Kajetanerkirche in Salzburg, zum Fest der Kreuzerhöhung, trat neben dem Franziskaner, der üblicherweise in der Kirche der Barmherzigen Brüder die Hl. Messe feiert, ein kleiner, schon ziemlich gebrechlich wirkender Konzelebrant ein. Es war unser Alterzbischof!
» Der Blick zum Kreuz und auf Jesus sorgt dafür, daß wir wieder Mut und Stärkung der Seele bekommen«
sagte der Pater u.a. während der Predigt und unser zerbrechlich wirkender Alterzbischof ist und war stets ein faszinierendes Beispiel dafür.
Es war schön ihn nun doch noch einmal bei der Feier einer Hl. Messe sehen zu dürfen.

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