Montag, 1. Juli 2013

Kollers Holler

Notwendige Ergänzungen und Antworten zu einer anderen Kolumne

 

 

Andreas Koller,stellvertretender Chefredakteur der Salzburger Nachrichten und Journalist des Jahres 2010, bester Kenner der Innenpolitik, Klartextschreiber und Hintergründeaufzeiger der österreichischen Politik

»…Der öffentliche Umgang mit Politikern ist also, um es milde auszudrücken, nicht ganz fair. Ganz besonders wenig fair ist es, sogleich sinistre Machenschaften zu unterstellen, wenn ein Ex-Politiker einen führenden Job in der Wirtschaft übernimmt. Was soll schlecht daran sein? Von einer Persönlichkeit, die durch Jahre den Anforderungen eines Regierungsjobs gewachsen war, kann erwartet werden, dass sie auch den Anforderungen eines normalen Managementjobs gewachsen ist. Denn im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung beschränken sich die Tätigkeitsfelder eines Politikers, einer Politikerin nicht auf den Besuch teurer Restaurants, das Durchschneiden von Bändern und die Entgegennahme von Geldkoffern. Politiker, die ein Ressort oder gar ein Land führten, haben tagtäglich erhebliche Kompetenzen unter Beweis gestellt.
Das gilt übrigens auch für Landesräte, unter deren Augen eine üble Finanzaffäre passierte. Und für Landeshauptfrauen, denen das nicht aufgefallen ist…« (Quelle)

 

Das blinde SOZEN- Auge hat wieder einmal kräftig zugeschlagen, Koller, gell?

Diese heroische Lanze, die da für Gabi Burgstaller, David Brenner (beide SPÖ) und für den Aufhänger der heutigen Kolumne, Alfred Gusenbauer (SPÖ, was sonst?) gebrochen wird sowie der daraus folgende Schluß, daß man Expolitikern nicht immer gleich Freunderlwirtschaft, Inkompetenz und sinistre Machenschaften unterstellen möge, klingt aus der Feder eines Andreas Koller wie der blanke Hohn.
Man erinnert sich noch allzu gut an die unzähligen Tweets und Kolumnen die ausschließlich dem Zweck der heute von Koller angeprangerten Verfolgung eines Expolitikers dienten. Von der heute zitierten Fairness keine Spur, ganz im Gegenteil! Obsessiv und heiß, war die Haßliebe des Herrn Journalisten und wurde bei jeder Gelegenheit zu Papier gebracht.

Und nun also plötzlich Einsicht und Solidarität eines jahrelang nur gegen einen einzigen Expolitiker dahingeifernden Journalisten zu Gunsten einiger Ex Politiker aus dem Lager der SPÖ – was ist wirklich passiert?
Steht eine Preisverleihung seitens der SPÖ an, will man gar selbst politisch gestärkt höher steigen?
Das wären Fragen, die den Leser wirklich interessieren dürften.


Andreas Koller ist der stellvertretende Chefredakteur der Salzburger Nachrichten, Journalist des Jahres 2010, bester Kenner der Innenpolitik , Klartextschreiber und Hintergründeaufzeiger der österreichischen Politik.


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