Montag, 25. März 2013

Der »Schweinezyklus« ist schuld!

 

 

SonnenfleckenNein keine Sorge, es handelt sich dabei nicht um den Zyklus weiblicher Schweine, sondern um die Aktivitäten der Sonnenflecken:

»..Wladimir Baschkin und Rauf Galiulin haben kürzlich erst in einer Studie festgestellt… Die Aktivität der Sonne schwächelt derzeit erheblich, nach Ansicht mancher Experten in einem Maße, wie zuletzt vor mehreren hundert Jahren, nämlich während der "Kleinen Eiszeit".«(Quelle)

Ja, sicher, auch wenn Gazprom hinter dieser Studie steckt, die Annahme, daß in einem System, welches Milliarden von Jahren währt und sozusagen auch noch “intergalaktisch” agiert, ausgerechnet die Spezies Mensch innerhalb eines Bruchteils eines kurzen “Wimpernzuckens” das Klima eines Planeten verändert haben soll, scheint mir so oder so ausgesprochen vage, wenn nicht sogar anmaßend.

Societas_Meteorologica_-_Palatina_Ephemerides_Societatis_Meteorologicae_Palatinae_-_observationes_anni_1789Die Societas Meteorologica Palatina wurde 1780 von Kurfürst Karl Theodor als 3. Klasse der Mannheimer Akademie der Wissenschaften gegründet und war die erste Gesellschaft, die weltweite Wetterbeobachtungen durchgeführt hat, deren Erkenntnisse Teil der Grundlagen für heutige Wetter und Klimabeobachter darstellen. 

»…Die Messinstrumente waren 2 Thermometer, 1 Barometer, 1 Hygrometer und eine Deklinationsnadel, die von Hemmer in Mannheim geeicht und justiert worden waren, bevor sie an die Beobachter verschickt wurden. Die Beobachter wurden gebeten, zusätzliche Messinstrumente selber herzustellen, dies waren Elektrometer zur Messung der Luftelektrizität, Windmesser, Regenmesser und Verdunstungsmesser.

Die Messungen sollten zu bestimmten Uhrzeiten erfolgen, täglich um 7, 14 und 21 Uhr. Diese Stunden erhielten in der Wetterbeobachtung die Bezeichnung Mannheimer Stunden. Zusätzlich sollten noch phänologische und nosologische Beobachtungen gemacht werden. Dazu gehörten Austrieb, Blüte und Fruchtzeiten von Pflanzen; Ankunft und Abflug von Zugvögeln; Aussehen von Wolken und Bewölkungsgrad; Veränderungen und Krankheiten bei der Bevölkerung. In die Formulare sollten einheitliche Symbole zur Kennzeichnung der Beobachtungen eingetragen werden…« (Quelle)

Nicht einmal 250 Jahre lückenhafte Beobachtung des Wetters lassen uns ernsthaft glauben, daß wir ganz allein innerhalb der letzten 50 Jahre das Klima eines ganzen Planeten verändert haben.

Ja, Selbstüberschätzung war schon immer ein großes menschliches Problem…


P.S.: Salzburg, 25.3.2013, 07.00 Uhr::

-2° C, Wind aus Nordost, Wolken dicht und geschlossen, leichter Schneefall, Austrieb bei Bäumen so gut wie keiner, Ankunft der Zugvögel noch nicht erfolgt, Erkältung bei mir im Anfangsstadium, Freunde und Bekannte schon weiter fortgeschritten, allgemeine Stimmung in der Bevölkerung entspricht dem Wasserstand des Gersbach und tiefer.

Pegel Stadtbäche


Kommentare:

  1. Vielen Dank! Als Kurpfälzer muss ich (*schamerröt*) gestehen, dass die Pionierleistungen der Societas Palatina mir bislang nicht geläufig waren!

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  2. Keine Zugvögel und kein Baumaustrieb? Das hört sich mehr nach Sibirien als nach Salzburg an. In Stuttgart sind fast alle Zugvögel bei der Familienbildung und die Bäume stehen gut in den Knospen.
    Zur Zeit durch Schnee ein wenig unterbrochen.

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  3. @ Freiburgbärin
    Da werden sich die lieben Vögelein bei der Familienbildung aber den - äh, pardon ... den Popo abfrieren!


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