Freitag, 13. April 2012

Niki Lauda der Moralapostel

 

Vor gut einem Jahr zeigte uns der EX-Airliner,  Ex-Rennfahrer und “Kirchenwiedereinsteiger” (siehe hier),  welch krauses Gedankennetz er über Homosexuelle und  Homosexualität als solches spinnt:

Lauda im Standard über dancingstars…"Es gibt so was wie gute Traditionen in unserer Kultur - dazu gehört, dass Männer mit Frauen tanzen. Bald kommt die Zeit, da werden wir uns noch alle öffentlich dafür entschuldigen, dass wir heterosexuell sind", wetterte Lauda. Haider will bei "Dancing Stars" mit einem - heterosexuellen - Mann als Tanzpartner mitmachen. In "Österreich" zieht der Airline-Betreiber gegen diesen Plan grob vom Leder: "Ich fordere, dass der Herr Generaldirektor Alex Wrabetz, der ja in aufrechter Ehe lebt, diese schwule Tanz-Nummer stoppt - und dass man dem PR-geilen Alfons Haider nicht gestattet, im öffentlich-rechtlichen ORF eine schwule Show abzuziehen. Und ich fordere, dass auch der Stiftungsrat und die Politiker hier ein klares Wort sprechen", wird Lauda zitiert….”(Quelle)

Er setzt zwar noch hinzu, daß er absolut gaaaar nix gegen Homosexuelle habe, ABER….!

 

Nun, ein Jahr später, schlägt Mister Moral wieder zu. Und man glaubt es kaum, er schlägt schon wieder auf den bösen Papst:

“…„Das Problem der Kirche sitzt beim Papst in Rom. Er muss endlich die Zeichen der Zeit erkennen. Ich finde es Wahnsinn schlechthin, dass er beispielsweise nach Afrika fährt und sagt, es darf keine Kondome geben. Ich kann nur an den Papst appellieren, dass er endlich anfängt, modern zu denken. Dass Kardinal Schönborn in Österreich jetzt einen homosexuellen Pfarrgemeinderat ermöglicht, das ist wenigstens ein kleiner Schritt, der mir zeigt, dass wenigstens hier mit den Entwicklungen der Zeit mitgegangen wird.“ (Quelle)

Ich meinerseits empfehle Herrn Lauda zunächst einmal, ein paar einschlägige Gedächtnistests bei einem Neurologen zu absolvieren, aber vermutlich zahlt seine Krankenkasse derartige Vorsorgetest nicht und wie wir wissen, hat er “ja nichts zu verschenken”. Ganz wichtig wäre es aber seinen damaligen Beratungspfarrer, Dr. Christian Spalek zu kontaktieren. Gab doch das Schäflein Lauda jüngst via NEWS Folgendes zum Besten:

“…. Ostern sieht Lauda als „reines Kinderfest, ohne Kirche“. An ein Leben nach dem Tod glaubt Lauda nicht: „Nein. Wenn ich tot bin, bin ich tot. Dann ist alles aus.“ (Quelle)

Ich gehe nicht davon aus, daß ein Priester mit Doktortitel es verabsäumt hätte, dem Schäfchen Lauda zu erklären, daß getaufte Kinder von ihren Eltern auch katholisch erzogen werden sollen und für den Fall, daß die Eltern versterben oder verblöden der Taufpate für diese schwierige aber schöne Aufgabe zuständig ist. In einem ordentlichen Wiedereintritts- bzw. Taufgespräch stehen diese Grundthemen der Katechese an vorderster Stelle. Somit kann nur eine schwerwiegende Verwirrung des Herrn Lauda in Frage kommen. Denkbar wäre freilich auch regelmäßiger Kontakt zu einem gewissen Herrn Schüller, dem eine ähnliche Frage über die Auferstehung letztens ja auch sehr esoterische und unchristliche Äußerungen entlockte:

ÖSTERREICH: Glauben Sie an die Auferstehung?
Schüller: Da gelangen wir an die Grenzen unserer ­Erkenntnis. Da stammelt ja auch die Bibel nur mehr herum. Aber die Botschaft ist klar: Jesus, aber auch jeder Mensch, lebt weiter, wirkt weiter. Ich werde in meiner Osterpredigt meiner Gemeinde sagen: Es gibt eine Auferstehung für jeden, lange schon vor dem Tod. Für ­jeden ist immer eine kleine Auferstehung im täglichen Leben möglich – man kann sein Leben immer neu ­beginnen, man kann immer mutig sein, und man braucht sich nicht vor dem Tod zu fürchten. Ostern ist ein Fest, das Mut machen soll.
(Quelle)

Diese absonderliche Aussage Schüllers wird zurecht sehr bald Aufnahme in die einschlägigen Esoterik-Fachschriften finden und dort hoffentlich namentlich zitiert werden, von wegen Urheberschutz und geistigem Ausfluß  Eigentum.

Wie auch immer die rätselhaften Lebens-Umstände Niki Laudas, des “kritischsten Katholiken Österreichs”, sein mögen, katholisch sind sie auf keinen Fall.

Warum man ausgerechnet die beiden verwirrtesten Schäfchen der katholischen Kirche über katholische Lehren befragt, ist mir absolut schleierhaft.


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