Mittwoch, 11. April 2012

Mähnäbteheu?

 

….Äbtemähnnieheu, wennäbtemähn, mähnäbteGrass!*

Dies scheint mir derzeit der sinnvollste Beitrag zur ausufernden Debatte um das Pseudogedicht des alten Schriftstellers zu sein. Die kollektive Erregung intellektueller und nichtintellektueller Gemüter aus allen Schichten, Richtungen und Couleurs beweist mir vor allem Eins:

Israelkritik ist  der kleinste gemeinsame Nenner, auf dem sich der Linksintellektuelle und der Antisemit "gepflegt" unterhalten können.
Grass ist - aus welchen Gründen auch immer- auf dieses niedrige gemeinsame Niveau herabgestiegen und nun fehlt ihm die nötige Größe, dieser Plattform  zu entkommen. Nein, er suhlt sich jetzt auch noch in Selbstmitleid und wälzt sich weiter in dem zweifelhaften Schlammbad, welches er sich selbst eingelassen hat.


Der Nobelpreisträger tut mir sicher nicht leid, aber es wäre höchste Zeit, sich nunmehr anderen Themen zuzuwenden, beispielsweise warum es immer noch derart leicht geht, latent vorhandenen Antisemitismus auch in linksintellektuellen Kreisen zum "blühen" zu bringen, wie es ja die Durchsicht vieler Internetforen und Kommentarbereiche eindrucksvoll demonstriert hat. Was hier an toleriertem Antisemitismus, welcher in “harmlose Israelkritik” eingepackt war, abgelassen wurde, spottet jeder Beschreibung. Und dies alles frei nach dem Motto – Das muß auch einmal gesagt werden.

 

 

Gar nichts muß gesagt werden und schon gar nicht getarnt als Pseudogedicht und von so einer Pfeife!

 

 

 


* antikes, griechisches  Sprichwort.

1 Kommentar:

  1. Der Alte hat halt wieder Blech getrommelt.

    Übrigens: Agrippina stimmt! Glückwunsch! Mal sehen, ob noch jemand draufkommt.

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