Samstag, 7. April 2012

Es gibt sehr wohl Frauen…

 

…..im Vatikan.

“…Im Vatikan arbeiten gut 2000 Angestellte. Mehr als 350 von ihnen sind heute Frauen. Der bisher „jüngste“ weibliche „Zugang“, der den Aufstieg in eine führende Funktion im Vatikan schaffte, ist Nicla Spezzati, Jahrgang 1952, die vom Papst zur Untersekretärin der Ordenskongregation ernannt wurde. Spezzati promovierte in Mailand mit Auszeichnung im Fach Geschichte, absolvierte anschließend jeweils mit Auszeichnung ein Studium der Kommunikationswissenschaften und der Theologie in Rom. Die Ordensschwester bekleidete zahlreiche Aufgaben in ihrem Orden, im Bildungswesen, unterrichtet seit 2001 an der Universität Bari und ist Mitglied der Europäischen Konferenz der Frauen des Mittelmeerraums.(Quelle)

 

 

Ebenfalls interessant, wie man im Vatikan laut  diesem von Giuseppe Nardi verfassten Artikel die jüngsten Ereignisse und damit verbundenen (Nicht) Entscheidungen Kardinal Schönborns bezüglich der eindeutigen Bevorzugung eines homosexuellen Pfarrgemeinderates in NÖ bewertet:

“...Hinzu kommt die Entscheidung des Wiener Erzbischofs, Christoph Kardinal Schönborn, eine „unerklärliche“ Entscheidung, wie es im Vatikan heißt, die Wahl eines Homosexuellen, der in einer staatlich eingetragenen Homo-Partnerschaft lebt, in den Pfarrgemeinderat zu akzeptieren. Diese öffentliche Anerkennung einer Haltung, die im Gegensatz zur Lehre der Kirche steht und zudem offensiv zur Schau gestellt wird, reiht sich in eine Kette von Entscheidungen Kardinal Schönborns ein, die im Vatikan keine Billigung finden…”

Ich fürchte, irgendwann kommt auch für einen Kardinal der Tag an dem er eindeutig Stellung beziehen muß, ohne Taktieren und ohne Angst vor einer ohnehin stets kirchenfeindlichen Presse oder eventuell aufgebrachten Berufs- Wutchristen. Der Journalist Andreas Unterberger trifft es im Schlußsatz der Kolumne  “Kontroversen” in den Salzburger Nachrichten  ziemlich genau:

“…Schönborns Begründung nach einem persönlichen Treffen: Der neue Pfarrgemeinderat sei sehr christlich und ein "wirklich liebenswürdiger Mann". Aber die Regel bleibe, wie sie ist. Die Ausnahme ist grotesk: Eine kirchliche Regel gilt also dann nicht mehr, wenn jemand "wirklich liebenswürdig" ist. Allen Zweitverheirateten ist daher zu raten, sich möglichst liebenswürdig bei ihrem Bischof vorzustellen. Dann wird alles gut. Und wer nicht liebenswürdig ist, der hat halt Pech gehabt.” (Quelle)


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