Sonntag, 9. Oktober 2011

Dann doch lieber Kirchenglocken!

 

Wie es scheint, fühlt sich mitten im schönen Hamburg niemand gestört, wenn der Muezzin schreit. Und der Muselman auf dem Minarett gehört wahrlich nicht zur Sorte “dezent und kurz”, beschränkt sich nicht auf eine Minute, wie bei morgendlichen Kirchenglocken mancherorts gerichtlich geregelt. Nein, der geht ganz schön laut und lange zur Sache, wie der Link zu den beiden You Tube Videos belegt.

Erster Ruf im Jahr 2009  und  Hochgeladen am  5.10.2011 (beides anscheinend Live- Mitschnitte)

Nun fragt sich so manch einer, was denn da den Hamburger Bürgern zugeschrien wird. Dr. Christine Schirrmacher war so freundlich, sich damit zu befassen und eigentlich müßte in einem laizistischen Staat wie Deutschland sofort ein Aufstand entstehen, ob derart aufdringlicher, öffentlicher, religiöser Belästigung/Nötigung  der zum Großteil ahnungslosen Hamburger Bürger.

Muezzinruf

(Quelle)

Man stelle sich jetzt einmal vor, ein katholischer Priester würde z.b. jeden Samstag Abend mit einem Megafon auf dem Kirchplatz stehen und lateinisch psalmodieren. Wetten, daß sofort  -zig Organisationen und Plattformen gebildet würden, welche diesem Treiben unter dem Verweis auf eine beträchtliche Anzahl geeigneter Paragraphen ein Ende setzen würden?

Ich weiß ja nicht, ob in Hamburg mittlerweile wirklich jede Woche der Muezzin schreit, so wie sich das die evangelische Bischöfin Maria Jepsen gemeinsam mit den Moslems und dem hier zitierten “interreligiösen Forum” gewünscht hat.

Sie meinte, es wäre wichtig, daß die Moslems bei uns Zeichen geben und sich nicht verstecken sollten – also ich mußte noch nie “Versteckenspielen”, um bei uns Moslems zu finden. Nun ja, Frau Jepsen scheint überhaupt ein paar ausgesprochen eigenwillige Ansichten zu vertreten:

…..Mit großer Sorge beobachte sie [Jepsen] daher Bestrebungen der Katholiken und einiger Muslime in der Hansestadt das besondere Modell[???] des Religionsunterrichts zu hinterfragen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Hamburg einen „Religionsunterricht für Alle“, keine Trennung nach Konfessionen und die Lehrpläne werden mit allen großen Religionsgemeinschaften gemeinsam abgestimmt. „Noch sind wir beieinander und hoffen, dass das so bleibt, weil wir sonst auseinanderfallen könnten“, meinte die Bischöfin.(Quelle)

Das heißt also, daß in Hamburgs Schulen nur noch “religiöser Eintopf” unterrichtet wird. Das ist keine Ökumene, das ist einfach Anbiederung und Gleichmacherei und irgendwie schwingt in ihren damaligen Aussagen dennoch eine gewisse Angst mit, daß sie trotz all dieser Unterwerfungsgesten aus dem abgefahrenen Zug geworfen werden könnte. Die gute Frau hat völlig übersehen, daß ihr interkonfessioneller Eifer lediglich als Trittbrett dient. Nun gut,  Maria Jepsen hat sich dann ja  mit einer ganz anderen Geschichte beschäftigen müssen und sah sich gezwungen, ihren bischöflichen Hut zu nehmen.(siehe hier)

Ich kann mir nur wünschen, daß so mancher Mitmensch, der sich am Sonntag über Kirchenglockengeläut, welches rein nur aus Tönen und nicht aus gesungenen Infiltrationen besteht, nicht aufregt. Die Alternative, die uns früher oder später bevorsteht, wird wesentlich aufdringlicher und einflußnehmender sein, und wir werden keine Möglichkeiten haben dagegen aufzubegehren.

Und darum hier und jetzt ein schönes Sonntagsläuten aus dem Salzburger Dom. Einfach ein Ausdruck der Freude, harmonisch, melodisch und ohne Worte.

 


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