Dienstag, 11. Oktober 2011

Attacke auf die Revolution…

 

…titelt der SN Schreiberling Helmut Müller seinen STANDPUNKT zu den Massenmorden an koptischen Christen und schreibt:

Schon in der Amtszeit von Hosni Mubarak fühlten sich die Kopten diskriminiert. Aber seit dem Sturz des ägyptischen Autokraten sehen sich die Angehörigen der christlichen Minderheit   (zehn Prozent) mehr und mehr Übergriffen radikaler Islamisten ausgesetzt. Die Kopten werfen der neuen Staatsführung vor, dass man sie gegen diese Angriffe nicht in Schutz nehme.
Dennoch darf man daran zweifeln, dass die jüngsten Zusammenstöße in Kairo primär religiös motiviert gewesen sind. Vielmehr gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Spannungen von interessierter Seite gezielt geschürt worden sind. Das Staatsfernsehen heizte durch verzerrende Berichterstattung die Gewalt gegen demonstrierende Christen an. Militärpolizisten stürmten kritische TV-Sender, die mit ihren Bildern gezeigt hatten, wie Militärfahrzeuge mitten in die Menschenmenge rasten.
Premier Essan Sharaf spricht selbst davon, dass eine „unsichtbare Hand" die Revolution in Ägypten gefährden wolle….

Brutale Ermordung koptischer Christen in KairoJa wenn man es so betrachtet! Dann haben die Kopten anscheinend lediglich ganz empfindliche Gemüter und haben Kirchenanzünden, offene Verfolgung, Unterdrückung und Mord einfach “in die falsche Kehle” bekommen und diese spezielle charakterliche Eigenheit der koptischen Christen – wahrscheinlich der Christen überhaupt – macht sich jetzt eine ominöse “unsichtbare Hand” zu nutze, um die ach so schöne Revolution in Ägypten zu gefährden. Eine sehr schöne Verschwörungstheorie.

Doch was soll da eigentlich zu gefährden sein? Vernunftorientierte Menschen haben nie bezweifelt, daß der Kairoer Frühling genau dort landen wird, wo er jetzt ist. Lediglich unsere staatlichen Medien samt ihren Korrespondenten haben stets versucht, die brutale Gewalt gegen koptische Christen in Kairo herunterzuspielen oder zu ignorieren.

Viele Journalisten,  Korrespondenten und Meinungsmedien haben schlicht und einfach übersehen (wollen/müssen), daß der Islam eine brutale und intolerante Ideologie ist, welche null Toleranz gegenüber Ungläubigen und Andersgläubigen hat. Früher oder später wird der ganze arabische Frühling so aussehen, wie der iranische Alltag: Trist, gefährlich und inhuman. 

So mancher Ägypter wird sich noch nach Hosni Mubarak zurücksehnen; denn wie es aussieht, sind nur Diktatoren im Stande, mit dem islamistischen Gesindel umzugehen – das ist bitter für einen aufgeklärten Menschen, aber es ist leider Realität. Es nützt also nichts, den Diktator zu stürzen und dann den Mob sich selbst zu überlassen, in blindem Vertrauen, daß er gesundet.

Ein Klick im Internet genügt und die Berichte z.B. von Kopten ohne Grenzen  zeigen die erschütternden Tatsachen aus Kairo und auch wie lange und systematisch die ägyptischen Moslems und deren willfährige Handlanger aus den arabischen und europäischen Ländern gegen die Christen vorgingen und vorgehen.

Also, Herr Müller, wie man einen brutalen Massenmord an friedlichen Kopten als “Attacke auf die Revolution” bezeichnen kann, das ist an Hinterhältigkeit und miesem Journalismus wohl nicht zu überbieten.

Oder sind Sie lediglich dumm und wissen nicht was Sie tun (schreiben)?

Bildquelle


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