Donnerstag, 29. September 2011

Wenn kiffen zum Problem wird

 

..so der Titel einer Podiumsdiskussion, welche in den Salzburger Nachrichten angekündigt wurde.

Ja, frage ich mich wann ”wird” es ein Problem? Ist es denn nicht gleich ein Problem? Ist es ähnlich wie bei Alkohol bis zu einer – von wem auch immer - bestimmten, konsumierten Menge noch tolerierbar, cool oder wünschenswert?

War es nun hier, bei diesem Unfall schon ein Problem oder hier?

Es geht mir vor allem um die Tatsache, daß man bei der Titelgebung dieser Diskussion ein sprachlich geschicktes Manipulativ verwendet hat, daß nämlich Drogen erst ab einem gewissen Zeitpunkt zu einem Problem werden könnten. Das ist eine typische Verharmlosung: Nur keine Panik – solange nichts passiert!

Betroffenen Eltern raten die Psychologen, „beim ersten Joint von Sohn oder Tochter nicht gleich in Panik zu verfallen“. Scharinger: „Wichtig ist, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben, das ist zentral für die Vertrauensbasis. Außerdem sollte man sich informieren, was und wie konsumiert wird – aber auch klare Grenzen setzen.“ (Quelle)

“Klare Grenzen setzen und im Gespräch bleiben”: Da raucht der Herr Papa  einfach einen Joint mit dem Nachwuchs, um ein Gespräch mit quasi erweitertem Horizont und auf breit angelegter Vertrauensbasis zu führen und die Frau Mama erlaubt dann unter Abnahme des Versprechens wirklich ganz vorsichtig zu sein, hie und da einen Joint zur Belohnung. So bringt man die “heile Kifferwelt” ganz schnell wieder in Ordnung?

Alkohol und Drogenkonsum bei Jugendlichen “wird” kein Problem. Es “ist” immer und von Anfang an ein Problem und wird meist durch die ältere Generation, die dieses Problem an sich selbst nicht zu lösen im Stande war, allzu gerne schöngeredet bzw. heruntergespielt.


1 Kommentar:

  1. Auch wenn es Christen & Co. verschrecken sollte: ich bin gegen die Bestrafung privaten Drogenkonsums. Es ist bekanntlich nicht verboten, sich mit Hilfe eines Hanfseils vom Lusterhaken baumeln zu lassen, um auf diese Weise sein Leben sehr schnell und nachhaltig zu verkürzen, warum soll es also verboten sein, mit Hilfe gerauchten Hanfs sein Leben weitaus langsamer und ineffektiver zu Ende zu bringen.

    Jeder von uns kann sich als Erwachsener völlig legal zu Tode saufen. Bei Hanf, Koks & Co. soll das anders sein — warum eigentlich?

    Wenn es um Jugendliche geht, gibt es Verkaufsverbote, die man mit der geringeren intellektuellen Reife begründet. Nun gut, soll halt der Jugendschutz prävalieren — obwohl ich das Agument ziemlich naiv finde. Als ob Verbote einer Jugendlichen davon ernstlich abhalten würden. Man macht es vermutlich nur "interessanter".

    Sobald jedoch das Argument "Jugendschutz" wegfällt, bin ich für die völlige Legalisierung solcher "no-victim-crimes". Wer sich partuot umbringen will, soll es tun, solange er mir dabei keine Scherereien macht. Selbstverantwortung ist gefragt.

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