Freitag, 23. September 2011

Warum soll der Papst einen, was Luther getrennt hat?


Eucharistie


….Papst Benedikt XVI. hat die großen Hoffnungen auf eine schnellere Annäherung von katholischer und protestantischer Kirche enttäuscht…(Quelle)


…so titelt also Welt online aufgeregt im letzten Live-Ticker.
Doch wieso eigentlich enttäuscht?
Kann man allen Ernstes enttäuscht sein, wenn das Runde nicht in das Eckige paßt, oder kann man enttäuscht sein, daß Sardinen mit Makrelen keine Nachkommen haben können?
Ja, anscheinend gibt es immer noch genügend Unwissende sogar unter den Katholiken selbst, die sich nicht bewußt sind, daß protestantisches Abendmahl und katholische Eucharistie eben nicht  das selbe sind.
Ich spreche da auch aus eigener Erfahrung; denn ich selbst mußte völlig verblüfft, ob  solcher Unkenntnis, schon an einigen braven, katholischen Kirchgängern “Aufklärungsarbeit” leisten und das darauf folgende “Aha-Erlebnis” meiner lieben Mitchristen ließ mich dann an der Reichweite und Effizienz so manches Katecheten stark zweifeln.
Man erweist dem Miteinander zwischen Protestanten und Katholiken keinen guten Dienst, indem man sich ständig am “gemeinsamen Abendmahl” festbeißt und dann auch noch die gravierenden Unterschiede zu verwässern trachtet.
Das (gemeinsame) Abendmahl in der Form, wie es die Protestanten zelebrieren, hindert naturgemäß niemanden daran teilzunehmen. Man glaubt dort zwar an die Präsenz des Herrn während des "Abendmahls" doch Brot und Wein sind eben bloß Brot und Wein.
Die röm. katholische Eucharistiefeier hingegen kann und darf - abgesehen vom erforderlichen Gnadenstand,-  einzig und alleine jenen vorbehalten bleiben, die auch wirklich aus ganzem Herzen daran glauben, daß Jesu Fleisch und Blut durch die Wandlung in Gestalt von Brot und Wein  - mysterium fidei- anwesend ist.
So einfach ist die Sache und wenn man das weiß, braucht man auch nicht enttäuscht zu sein.