Samstag, 3. September 2011

Kollers Holler

Notwendige Ergänzungen und Antworten zu einer anderen Kolumne

Andreas Koller,stellvertretender Chefredakteur der Salzburger Nachrichten und Journalist des Jahres 2010, bester Kenner der Innenpolitik, Klartextschreiber und Hintergründeaufzeiger der österreichischen Politik

Er ist wieder da!
Ähnlich wie Kuh Yvonne aus dem Wald wieder zurückkam, ist nun auch der Journalist des Jahres 2010 zurückgekehrt. Er kam, anders als die keusche Kuh Yvonne, die sich von dem Ochsen nicht locken ließ, sofort als der Jungstier namens “Telekom-Affaire” eingesetzt wurde.

Jetzt ist der aufrechte SPÖ-Chronist endlich wieder in seinem Revier:
Karl-Heinz Grasser, Schüssel und die Wenderegierung – darauf springt er sofort an.

….Bestechung und Bereicherung: Österreich erweist sich als Paradies für Korruptionisten. Es gilt die Schuldvermutung. 
No, jetzt bleiben wir einmal auf dem Boden der Realität, Koller, und fragen uns ganz ernsthaft, wieso denn ausgerechnet bei der Telekom, in welcher kein einziger Posten ohne Zustimmung der FSG vergeben wurde, lediglich die rechte Reichshälfte Dreck am Stecken haben sollte.

Österreich ist ein Korruptionsparadies. Da haben Sie meine volle Zustimmung. Doch dabei geht es nicht nur so sehr um Geldflüsse, sondern auch um die Tatsache, daß Aufstiegsmöglichkeiten und Karrieren in Betrieben nicht an der Fähigkeit des Bewerbers, sondern ausschließlich am Sanktus der Gewerkschaften scheitern oder gelingen.

Bei Telekom, ÖBB, Gebietskrankenkassen und sämtlichen staatsnahen Betrieben dominiert die rote Gewerkschaft und besetzt automatisch alle Posten mit aufrechten Parteimitgliedern und manchmal sogar mit den eigenen Gewerkschaftern, die dann den Posten wegen ihrer gewerkschaftlichen Verpflichtungen gar nicht selbst antreten. Auf so einem Dienstposten sitzt dann ein zusätzlich bezahlter “Strohmann”, dessen Überstunden, Zulagen und ähnliche Zuwendungen parallel(!) auch der untätige anderweitig beschäftigte Gewerkschafter ausgezahlt bekommt.

Noch nie davon gehört? No, dann fragen’s halt einmal den nächstbesten Beamten Ihres Vertrauens. Sie werden staunen.

Andreas Koller ist stellvertretender Chefredakteur der Salzburger Nachrichten, Journalist des Jahres 2010, bester Kenner der Innenpolitik , Klartextschreiber und Hintergründeaufzeiger der österreichischen Politik.




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