Montag, 8. August 2011

Treffen sich zufällig der Faymann, Burgstaller und Vidayev…..

 

….Anders liest sich das freilich in einem E-Mail, das der kaufmännische Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael Dewitte, am 2. Februar 2009 um 10.40 Uhr an die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Pamela Rosenberg, absetzte. In dem Mail, das den OÖNachrichten vorliegt, schreibt Dewitte wörtlich: „Ende Juni 2008 bin ich am Tag der „Siegfried“-Premiere von Aix nach Wien geflogen für ein Treffen mit der Familie Vidyaev und der Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Bei diesem Gespräch war am Anfang auch der jetzige Bundeskanzler Faymann zugegen. Bei diesem Gespräch ging es nicht nur darum, die Familie kennen zu lernen, sondern auch darum, der Familie die Gelegenheit zu geben, ihre Beweggründe für die Antragstellung (auf Staatsbürgerschaft, Anm. d. Red.) darzulegen. Seit diesem Moment arbeiten wir mit der Politik, den zuständigen Beamten und Juristen gemeinsam an diesem Fall, um den Antrag positiv zu erledigen.“ (Quelle)

Wie wird die unabhängige Justiz nun im anhängigen Fall Burgstaller vorgehen, nachdem ein unabhängiger Richter mit der Causa Scheuch einen viel bejubelten und rechtlich lupenreinen Präzedenzfall geschaffen hat. Einen Fall, bei dem es zwar bis auf Scheuch keine realen handelnden Personen gab, aber bei dem dennoch der Versuch der Korruption “nachgewiesen” wurde.

Bei der Frau Landeshauptmann sieht die Sache objektiv betrachtet nun schon sehr eindeutig aus:

Es gibt ein Treffen von mehreren real existierenden Personen (Burgstaller, de Witte, Faymann, Vidayev),  um eine “finanzielle Basis” zum Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft zu schaffen. Die handelnden Personen sind hohe Repräsentanten der SPÖ. Der die österreichische Staatsbürgerschaft begehrende russische Geldgeber ist für die Sozialdemokraten mit Sicherheit eine gute Anlagequelle, wohin auch immer seine Mittel dann fließen werden.

300.000  von 800.000 Euro, die Vidayev rasch an die Salzburger Festspiele überwiesen hat, landeten 2008 als Provision auf einem zypriotisches Privatkonto des Herrn Dewitte. Die Festspiele warteten sodann begierig auf die restlichen vereinbarten 1,2 Millionen Euro. Daher beantragten Burgstaller und das Land Salzburg am 14. Jänner 2010 erneut im Innenministerium die Verleihung der Staatsbürgerschaft für Vidayev und seine Familie. Doch nun gerät die Sache ins Stocken:

Dummerweise bricht der “Festspielskandal” aus und die Operation Vidayev ist gescheitert.

  • Der um 800.000 Euro “ärmere” Vidayev ist naturgemäß sauer.
  • Dewitte steht mit einem Bein im Knast.
  • Burgstaller kann sich an nichts mehr erinnern und wenn, dann war alles ganz anders.
  • Im Bundeskanzleramt bzw. im Innenministerium ticken die Uhren ohnehin ganz anders: Werner Faymann hat den Russen ganz zufällig getroffen. Man habe nie über die Verleihung der Staatsbürgerschaft gesprochen.

Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein Bundeskanzler, ein Landeshauptmann und ein reicher, russischer Möchtegern-Österreicher “zufällig” in Wien treffen, um dann über etwas ganz anderes zu sprechen?

Ich beneide den Richter nicht, der nun diesen Fall zu bearbeiten hat; denn es wird sehr schwierig werden, hier mit der “Scheuch-Judikatur” zu einem Urteil zu kommen, um Burgstaller und Konsorten davonkommen zu lassen. Wie das gehen wird, darauf darf man wirklich gespannt sein.


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