Freitag, 5. August 2011

Gynmed steht schon in den Startlöchern

 

…..Salzburg als Modell
Bis 2005 mussten Frauen aus dem Bundesland Salzburg in andere Bundesländer fahren oder enorme Preise für einen Abbruch bezahlen.
Auf Initiative von LH Burgstaller wurde die Möglichkeit geschaffen, Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft auf bestem medizinischen Niveau in der Salzburger Landesklinik zu behandeln. "Nach anfänglichem Widerstand hat sich dann rasch die Einsicht
durchgesetzt, dass es keine vernünftige Alternative zu einem
möglichst frühen und medizinisch sicheren Angebot für einen Abbruch gibt" beschreibt Fiala die Situation. Anlässlich des Vorstosses von BM Stöger bietet Fiala das hohe medizinische know-how des Gynmed Ambulatorium nun an, um gemeinsam mit lokalen Einrichtungen
bundesweite Strukturen zum Aufbau nach dem Salzburger-Modell aufzubauen. Wobei der Bereich Vorsorge bzw. Verhütung von Anfang an einen zentralen Stellenwert einnehmen sollte, wie Fiala betont…. (Presseaussendung der Gynmed vom 4.8.2011)

Daß die Firma Gynmed nun das große Geschäft wittert, war wohl anzunehmen. Und das gepriesene “Salzburger –Modell” welches Landeshauptmann Gabi Burgstaller sofort nach ihrem Amtsantritt in die Wege geleitet hat, ist ein mehr als trauriges Projekt.

Und nun also Alois Stöger, als weiterer “viam praeparator” für den sicheren und wie es scheint,  gesellschaftlich tolerierten Mord an ganzen Generationen. Wie viele Kinderleben tatsächlich jahraus jahrein ausgelöscht werden, darf man in Österreich nicht erfahren. Österreich zählt neben Portugal und Luxemburg zu den einzigen Ländern, die keine anonyme Bundesstatistik über die Schwangerschaftsabbrüche führen. Fast so, als wäre man nicht gewillt, Motive und Beweggründe zu erfassen, welche Frauen zu dieser Entscheidung gegen werdendes Leben drängt (siehe heutige Presseaussendung von Christine Marek).

Äußerst erstaunlich ist immer wieder die Einbindung der Abtreibung in die Thematik Gesundheitsvorsorge, wie beispielsweise gestern, bei einem Salzburg-Heute Interview (klicken)  mit der  klinischen Psychologin Petra Schweiger. Sie arbeitet sowohl für die Gynmed als auch für das Frauen Gesundheitszentrum(!) ISIS als Beraterin und  beschränkt allen Ernstes die Vorbehalte gegen Abtreibung auf

“religiös motivierte Menschen, die leider keine berufliche Erfahrungen zu diesem Thema haben.”….

....Das heißt, es gibt schon einen Abtreibungstourismus in Richtung Salzburg, Oberösterreich und Wien. Das ist mit großen psychischen Belastungen und höheren Kosten verbunden und entspricht eigentlich nicht dem Standard einer Gesundheitsversorgung(!) für Frauen in einem Land wie Österreich", bemängelt Schweiger.Quelle ORF Interview Salzburg Heute

Sollte dereinst aber doch einmal eine idealere Gesellschaft entstehen, die diesen staatlich geförderten Genozid nicht mehr akzeptiert und Fragen stellt, warum sich die Gesetzgeber unserer Tage bei der staatlichen Förderung der Abtreibungen so engagiert haben, wie werden dann die Ausreden und Erklärungsversuche wohl aussehen?

“Unwissen” oder “medizinischer Unverstand” kann dann nicht als Argument vorgebracht werden ; denn jeder Mensch weiß heutzutage, was bei einer Abtreibung geschieht und viele Organisationen versuchen ständig, diesem tödlichen Treiben Einhalt zu gebieten.