Donnerstag, 21. Juli 2011

Treffen sich zwei Männer in der Hofburg…

Das fängt ja an wie ein Witz!

Nein, es ist kein Witz.  UHBP empfing einen weiteren Präsidenten, den der islamischen Glaubensgemeinschaft und besprach sich mit ihm über derart wichtige Themen, sodaß dieses “tête à tête” auch sofort den Weg in die Gazetten fand -  auch in unser feines, kleines, lokales Kirchenblättchen “Rupertusblatt” und dort sogleich unter der Rubrik “Bild der Woche” abgelegt wurde.
Treffen sich zwei Herren in der Hofburg
Erstaunlich die Aussage des frommen Muselmanenpräsidenten über den österreichischen Staatspräsidenten:
    "Wir Muslime sind sehr zufrieden, sehr glücklich und er (Fischer) war immer sehr freundlich zu uns. Fischer hat die unterschiedlichen Religionen in Österreich immer gerecht behandelt.”
Worin auch immer diese “Freundlichkeit” und Gerechtigkeit der vergangenen Jahre bestanden haben mag -  es ist schade, daß dieses  Interview im STANDARD,  nicht schon vor dem präsidialen Gespräch der beiden Herren stattgefunden hat. Dadurch konnten UHBP einige fundamentale Aussagen des Herrn Sanac leider noch nicht vorgelesen bzw. zu Gehör gebracht  werden:
…derStandard.at: Sie bekennen sich zur Milli Görüş-Bewegung.(*)Von deren Gründer Necmettin Erbakan stammt folgendes Zitat: "Betrachten wir die Weltkarte, dann sehen wir ungefähr 200 Länder in [verschiedenen] Farben und wir denken, es gibt viele Rassen, Religionen und Nationen. Tatsache ist, dass in den [letzten] 300 Jahren, all diese [200 Nationen] von einem Zentrum kontrolliert wurden. Dieses Zentrum ist der rassistische, imperialistische Zionismus." Stimmen Sie dem zu?
Sanaç: Das ist nicht meine Aussage, das hat mit mir nichts zu tun. Ich bin davon überzeugt, dass Milli Görüş in der Türkei für Demokratie gekämpft hat. Und auch in Europa leisten Milli Görüş große Arbeit, auch im Demokratiebereich.
derStandard.at: Sollte sich Milli Görüş von Erbakan distanzieren? Im selben Interview hat er Juden und Jüdinnen als "Bakterien" bezeichnet.
Sanaç: Ich glaube das nicht. Das sind politische Äußerungen. Außerdem sind sie von seinen Gegnern erfunden worden.
derStandard.at: Und Milli Görüş ist nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Bewegung. Und diese Bewegung unterstützen Sie.
Sanaç: Schauen Sie: Im 15. Bezirk in Wien gibt es Milli Görüş. Ich weiß, welche Arbeit sie dort leisten, ich sehe dort Menschen, die anderen helfen. Sie können tausend Zitate von Erbakan zitieren, was habe ich damit zu tun? Ich habe mich nie darum gekümmert, weil ich mich nie mit Politik beschäftigt habe. Seit meiner Jugendzeit weiß ich, dass ich mit Politik nichts zu tun haben will.
derStandard.at: Heute haben Sie sehr wohl mit Politik zu tun. Sie treffen den Bundeskanzler, die Innenministerin. Wie geht es Ihnen damit?
Sanaç: Das stört mich überhaupt nicht. Über unsere Probleme zu sprechen hat doch mit Politik nichts zu tun. Ich sage: "Frau Ministerin, wir brauchen das da." Sie sagt: Nein, dieses kriegen Sie nicht, Sie kriegen das." Und dann sagen wir: "Gut, dann machen wir es ganz anders." Wenn Sie das Politik nennen, dann okay.  (Maria Sterkl, derStandard.at, 19.7.2011)vollständiges Interview






Das ist keine Distanzierung vom Antisemitismus. Das findet auch die Interviewerin des Standards:
Das macht ihn noch nicht zum Antisemiten. Aber es präsentiert den neuen Präsidenten als jemanden, der den in bestimmten muslimischen Gruppierungen latent vorhandenen Antisemitismus einen Freibrief gewährt.  (Maria Sterkl, derStandard.at, 19.7.2011)
Wir haben in Österreich klare und strenge gesetzliche Vorgaben bezüglich der Wiederbetätigung. Die rasante  Zunahme von Gruppen, deren  Religion bzw. Einstellung  nicht unter diese Wiederbetätigung fällt, die sich aber dadurch immer wieder unbehelligt in antisemitischen Revieren bewegen, erfordert es, daß auch diese Variante der Betätigung – die Neubetätigung-  endlich gesetzlich geregelt wird. Gleiches Recht für alle!
(*)Milli Görüs Bewegung - Wikipedia



Keine Kommentare: