Freitag, 1. Juli 2011

Du sollst nicht lügen

…und es kann auch nicht schaden, fremde Betten zu meiden
 
NYT Strauss Kahn….Die Ermittler würden nun intern über "große Löcher" in der Glaubwürdigkeit der Frau klagen, berichtete die Zeitung. Sie habe bei den Vernehmungen in den letzten knapp sieben Wochen wiederholt gelogen. Auch wenn es Beweise für einen sexuellen Kontakt gebe, würden die Ankläger ihr nicht mehr viel glauben. So soll sie am Tattag mit einem inhaftierten Mann über die Möglichkeit gesprochen haben, mit Vorwürfen gegen den Franzosen Geld zu verdienen. Der Mann sitze wegen Drogenschmuggels und habe immer mal wieder Geld, zusammen etwa 100.000 Dollar, auf dem Konto der Frau geparkt. Bislang galt sie als alleinstehende Mutter, die mit dem Lohn als Zimmermädchen mühsam sich und ihr Kind durchbringt.

Laut "Times" sagte die Frau, die Einzahlungen seien von einem Freund ohne ihr Wissen gemacht worden. Sie wisse auch nichts über monatliche Telefonrechnungen in Höhe von Hunderten Dollar. Staatsanwalt Cyrus Vance sagte dem Gericht  laut "Times", er habe "große Probleme mit dem Fall"…(Quelle)

Warum schauen die amerikanischen Ermittler nie amerikanische Fernsehserien an?

CSI New York  mit den Ermittlern Mac Taylor und Stella Buona Sera wäre innerhalb von 50 Minuten auf die Lösung des Falles Strauss- Kahn gekommen. Und wenn wir ehrlich sind, dann hat dieser Fall von Anfang an ziemlich schlecht gerochen.

Welche Lehren sollen also nun die Beteiligten dieses Falles noch ziehen?

  • Der Schürzenjäger soll sich Sex in Hinkunft notariell beglaubigen lassen und wenn möglich Sex nur mehr unter Zeugen mit einwandfreien Leumund betreiben (dies wäre vermutlich auch ein äußerst effizienter Beitrag zur AIDS- Bekämpfung, würde doch so manches Techtelmechtel dadurch entfallen)
  • Eine Person, die beabsichtigt eine andere Person mit dem Tatbestand der sexuellen Nötigung außer Gefecht zu setzen, braucht eine absolut wasserdichte Story und sollte mit der Planung dieser Aktion vielleicht eine professionelle Agentur (das wäre ein lohnendes neues Geschäftsfeld für diverse mafiose Organisationen) beauftragen, um Fehler, wie sie im Fall Strauss-Kahn passiert sind, zu vermeiden.
  • Es braucht niemand glauben, daß er nicht auch irgendwann in solch eine Situation kommen kann. Egal ob hetero- oder homosexuell. Sex hebt den Umsatz, ja, und  vor allem wird Sex als Druckmittel und Machtpotential eingesetzt und zwar unabhängig von der gesellschaftlichen Position. Die “natürlichste Sache der Welt”  hat eine weitere “Nebenwirkung” bekommen. Waren es früher hauptsächlich Geschlechtskrankheiten, vor denen sich der damals noch als zügellos Geltende fürchten mußte, so ist es jetzt die Erpressbarkeit, und die betrifft stets beide Teile des kurzen Vergnügens.

1 Kommentar:

  1. Nur ein paar kleine Anmerkungen zu Ihrem Artikel:

    1. wenigstens was die Effizienz des Beitrags zur AIDS-Bekämpfung angeht, weise ich darauf hin, daß eine HIV-Infektion von einer Frau auf einen Mann bei normalem Geschlechtsverkehr so selten ist, daß man das etwa in die Kategorie »Ziegelstein fällt auf den Kopf« einordnen kann. Mal davon abgesehen, daß das »AIDS-Problem« angesichts der homöopathisch niedrigen HIV-Durchseuchung der einheimischen Bevölkerung ohnehin unter die gesundheitspolitischen Quislquilien einzureihen ist und nur durch eine aktive Schwulenlobby (die es ja tatsächlich mit einiger Relevanz betrifft!) in den Medien gehalten wird.

    2. gebe ich zu bedenken, daß Ihre Empfehlung, eine »professionelle Agentur« (wobei Sie auch an mafiose Organisationen denken) mit der Planung zu betrauen, selbst in gefahr geraten, den Tatbestand des »Gutheißens einer Straftat« zu verwirklichen ... ;-)

    Jedenfalls wußten schon die alten Römer: »Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem« — mit welch bildungsbürgerlichem Satz ich meinen Kommentar beschließen will ...

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