Sonntag, 17. Juli 2011

Anfang eines Endes oder einfach Sommerloch Nr.3?

 

 

Hermann Talowski…..  Mittlerweile leben in der Steiermark knapp 15 Prozent der Menschen "ohne Bekenntnis". Damit stellen sie nach den Katholiken die zweitgrößte (Nicht-)Glaubensgemeinschaft, die aber weiterhin die Vorteile von zehn christlichen Feiertagen im Jahr genießt. Talowski will das ändern, und zwar über einen Passus in den Kollektivverträgen. "Wenn jemand sein religiöses Bekenntnis ablegt, dann soll er auch das Anrecht auf Feiertagszuschläge verlieren", erklärt Talowski. (Quelle)

Aha! Da ist der Spartenobmann der WKO Steiermark, Innungsmeister der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure in das Sommerloch Nr. 3 gefallen! Anders läßt sich so ein Unfug nicht erklären; denn hätte er nachgedacht, wohin solche unbedachten Äußerungen letztendlich führen werden, dann müßte er sich unmittelbar nach seiner Aussage die Zunge abgebissen haben.

Überlegen wir einmal: Es ist ist nicht unwahrscheinlich, daß sich eine andere, leider staatlich anerkannte Religionsgruppe in absehbarer Zeit ihre Feiertage erzwingen wird. Um also weitere Feiertage, die der Wirtschaft abträglich sind, zu vermeiden, schaffen wir am besten präventiv und über derart haarsträubende Umwege die katholischen Feiertage ab. Gibt es keine katholischen Feiertage mehr, werden andere Religionen nicht auf die Idee kommen, eigene Feiertage zu reklamieren und die Wirtschaft kann wachsen. Ob diese Rechnung aufgeht?

Vielleicht sitzen wir in absehbarer Zeit da und dürfen zusehen, wie Moslems ihre Feiertage feiern und wir haben unsere in vorauseilendem Gleichberechtigungs- und Wirtschaftsswahn “abgeschafft”.

Danke Herr Talowski, das ist wahrlich eine Sommerloch-Schnapsidee erster Güte!

 

P.S.: Es bleibt wohl auch noch zu klären, wie man so eine Regelung mit den beiden staatlichen Feiertagen exekutieren will. Bekommen dann am 1. Mai, bzw. am 26. Oktober nur österreichische Staatsbürger den Feiertagszuschlag?


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