Sonntag, 26. Juni 2011

Papaphobie

 

Broder“Man muss tatsächlich zugeben, dass die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender nicht an der Spitze der politischen Agenda des Papstes stehen. So wie er sich nicht hauptsächlich um die Versorgung der Juden mit koscheren und der Moslems mit halal Lebensmitteln kümmert. Auch die Anliegen der Vegetarier, der Nichtraucher und der Anonymen Alkoholiker werden von ihm nicht mit dem Ernst vertreten, den diese Gruppen von ihm erwarten. Der alte Herr im Vatikan kann sich eben nicht um alles kümmern. Ihm nun vorzuwerfen, er sei einer "der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt“, ist zum einen falsch, zum anderen sagt die Formulierung mehr über ihre Urheber als über den Papst aus.” (Quelle)

 

 

Zur in letzter Zeit immer stärker auftretenden “Papaphobie” spricht nun Henryk M. Broder Klartext.

Einer der wenigen älteren Herren, der im Gegensatz zu den von mir bisher erwähnten Zauseln noch nicht vom ominösen Altherrenvirus  “Zausulus GEN 1968”  befallen ist.

Gott sei Dank!


Kommentare:

  1. Gratuliere zu dieser köstlichen Wortschöpfung! Nach Islamophobie und Homophobie nun diese. Aber in der Tat, ich würde diese Papaphobie eher in die Reihe Klaustrophobie und Arachnophobie stellen.

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  2. Die Papaphobie gibt es tatsächlich:

    "Die Papaphobie gehört zu den spezifischen Angststörungen und bezeichnet die überzeichnete Furcht vor dem Papst. Bei dieser Angststörung meidet der Papaphobiker den Papst (die Nähe zum Papst...was angesichts der Sicherheitsvorkehrungen nicht allzu schwer sein dürfte) und Gedanken an den Papst. Der Papst ist das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche; er wird auch Heiliger Vater oder Santo Padre genannt.
    Das Wort Papaphobie ist aus dem Altgriechischen abgeleitet: pappas (bzw. papa lateinisch)= Vater; phobos= Angst."
    (Quelle:http://www.onlineberatung-therapie.de/stoerung/angst/phobien/papaphobie.html)


    Die "Papaphobiker" der 68-iger Generation praktizieren diese Phobie lediglich falsch, indem sie eben viel zu viel an den Papst denken. ;-)

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  3. Ja, es gibt tatsächlich nichts, das es nicht gibt. Ein Google-Aufruf (> 16.000 Hits) zeigt u. a. sogar, dass die „Papaphobie“ schon vor 1913 erfunden worden sein muss. Man lernt nie aus.
    Webster's 1913

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