Donnerstag, 17. Januar 2019

Es ist dieser Tage wahrlich nicht leicht, ....



….katholisch zu bleiben.
Ich meine es ernst.
Und es liegt nicht bloß an den Vertuschungen zu den amerikanischen Mißbrauchsfällen und den homosexuellen Ausschweifungen, Gepflogenheiten und Abartigkeiten, die sich da von den Priesterseminaren bis hinauf zu hohen Würdenträgern offenbart haben.
Nein, es ist auch die Art und Weise, wie wir rigiden und Verhärteten mit unseren perversen(!) Herzen, wir Kompromißchristen, die wir da in der Kirche herumlungern (alles O-Ton Papst Franziskus)  in der letzten Zeit barm- und warmherzig ermuntert werden.
(Siehe zum Beispiel gerade wieder einmal heute hier )
Nun, unsere beinahe tägliche Katholikenbeschimpfung von oberster Stelle – man gewöhnt sich daran.
Man kann sich an alles gewöhnen, sogar wenn es von in Glaubenssachen oberster Stelle auf Erden stammt.
Man geht halt ganz rigide einfach weiter jeden Sonntag in die Kirche, geht zur Beichte, betet und sieht, wie die Kirchen leerer werden, wie die Kirchgänger und Beter älter werden und sich weiter beschimpfen lassen. So manch altes Männlein oder Weiblein weiß Gott sei Dank gar nichts, daß es von oben herab beinahe täglich für sein Verhalten verunglimpft wird. Möge der Herrgott sie weiter in ihrem guten Glauben und im Glauben an das Gute stärken, denn würden diese letzten braven Beter auch noch dem vielgepriesenen  Franziskuseffekt anheimfallen, müßten einige Priester den Gottesdienst mutterseelenalleine zelebrieren, was in Bezug auf die mater ecclesiae eine äußerst bizarre Angelegenheit wäre.

Mutter, Vater und Sohn sowie Hl.Geist – da haben wir doch früher, in unseren jungen Jahren -als der Katechismus noch etwas galt-  gelernt, daß Maria vom Hl. Geist ein Kind empfangen hatte und daß sie mit Joseph, ihrem Gemahl nach Bethlehem gegangen war, um sich dort auf kaiserlichen Befehl in ein Register eintragen zu lassen.
Nix da!
Wer neulich die Salzburger Nachrichten und Josef  Bruckmoser gelesen hat, der weiß nunmehr, daß die Evangelisten in ihren legendenhaften Geburtsgeschichten gelogen haben und daß Jesus Christus NICHT der Sohn Gottes ist. Er sah sich selbst als Wanderprediger und nach heutigem Verständnis bedeutes Sohn Gottes, daß Christus /Gott  den Menschen nur besonders nahe war und das ganze mehr oder weniger bloß eine zu gute Idee war, die bis heute reicht, um Menschen zu faszinieren.








Mit guten Freunden sprach ich über diesen bruckmoserischen Auswurf via Salzburger Nachrichten und wir wunderten uns.
Wir waren erstaunt, über die Dreistigkeit, die Evangelisten mehr oder weniger als Märchenerzähler zu bezeichnen und  über die Weigerung, den Sohn Gottes als solchen zu bezeichnen mit der mehr als kühnen Aussage, daß Jesus selbst sich nicht als solcher gesehen hätte.
Und wir waren erstaunt, daß bis heute keine einzige Stellungnahme und Zurechtweisung eines katholischen Glaubenshüters den Weg in die Zeitung, respektive zu Herrn Bruckmoser gefunden hat, um diesbezüglich theologische Fakten zu schaffen.
Wie gesagt, es ist dieser Tage nicht leicht, katholisch zu sein, weil sich eine allgemeine und offenbar von Santa Martha inspirierte Einstellung breit gemacht hat, daß ohnehin alles nur relativ und allen anderen Religionen ähnlich, wenn nicht gar gleich wäre. So gleich, daß die Entgöttlichung von Jesus Christus durch Aberkennung der Sohnschaft endlich dazu führen könnte, daß man sich dem Islam unterwirft.
Dann bliebe nur noch das Judentum, welches man irgendwie an den Islam andocken müßte – wobei man nicht vergessen darf, daß ein entgöttlichter Jesus immer noch Jude war/ist, oder will man das auch noch irgendwie hinbiegen?




Lk 22,70


Da sagten alle: Du bist also der Sohn Gottes.
Er antwortete ihnen: Ihr sagt es - ich bin es.












Dienstag, 15. Januar 2019

Mein Computer ist registriert



“ Hi madam, this is Sally from Windows Service. Your Computer is registered at our servers and we can see that you have malware on it!!


Ach!?

Seit Mitte Dezember machen sich abwechselnd Albert, Wilson, Harry und auch o.e. Sally große Sorgen um meinen Computer.
Zu diesem Behufe rufen sie mich mehrmals täglich am Festnetz an und fordern mich auf, an meinen Computer zu gehen und die von ihnen vorgeschlagenen Tastengriffe zu machen, damit sie sich um mein gravierendes Computer Problem kümmern können.
Sie sind richtiggehend rührend.
Und sie haben allesamt sehr viel Geduld und Ausdauer.
Meine Geduld ist endenwollend und so kann es schon passieren, daß ich manchmal einfach auflege oder gar nicht hingehe. Manchmal spreche ich auch mit ihnen.
So habe ich neulich mit Wilson geredet und ihm gesagt, daß ich alles auf meinem Computer mache, angefangen von e-banking und halt all dem anderen Kram, den man so auf einem Computer macht.
Er hat sich sehr gefreut und mich daraufhin sofort mit einer Expertin verbunden, deren Namen ich leider vergessen habe. Die friendly Misses leitete mich dann auf meinem Computer, den ich wohlgemerkt und selbstverständlich weder angeschlossen oder eingeschaltet hatte, von key to key, buchstabierte mir eine Buchstabenreihe, die ich auf Google eingegeben hatte und fragte mich dann hoffnungsvoll, was ich nun sähe.
Ich sah natürlich nichts, jedenfalls nicht auf dem Computer; denn diesen hatte ich ja nicht vor mir.
Somit sagte ich ihr in beinahe hysterischem Tonfall: “Oh my God! I did everything you told me and now I have a black screen! My computer crashed down! What happened!”
Die Madame, deren Englisch einen merkwürdigen Akzent hatte, konnte sich das nicht erklären und fragte mich ob ich wirklich alles so gemacht hätte, wie befohlen. “ Yes of course” – entgegnete ich. “Please tell, me, what happened now?”
Ich sah zum Fenster hinaus und überlegte mir, ob ich nach diesem nun fast 15 minütigem Gespräch mit der freundlichen PC Expertin aus dem fernen Osten wohl  noch Zeit und Lust auf einen Spaziergang haben könnte und plötzlich wurde sie etwas ärgerlich und meinte, daß ich wohl einen joke mit ihr treiben würde. Oh no – how could I – wo sie doch so really great war, die malware auf meinem registered computer zu entfernen, ganz selbstlos und freundlich.
So I asked her once more was ich nun mit meinem dead computer machen sollte, aber sie war entfleucht und ließ mich hilflos zurück.

Vielleicht lasse ich mir morgen wieder helfen und ich hoffe, wieder mit Albert, der einen leicht arabischen Akzent hat, ins vertrauliche Gespräch zu kommen.
Vielleicht könnte er ja unseren Staubsauger fernmündlich reparieren oder mir einen Espresso auf der Kaffeemaschine unserer Nachbarn zubereiten?
Irgendetwas wird mir schon einfallen….



Montag, 14. Januar 2019

Taufe mit Aufforderung


Mit der Taufe des Herrn endete gestern der Weihnachtskreis.

An diesem Tag werden im Vatikan, genauer gesagt in der Sixtinischen Kapelle (also jenem geschichtsträchtigen sakralen Raum, in welchem sich nicht nur Michelangelos “Jüngstes Gericht” befindet, sondern wo auch seit Jahrhunderten im Konklave die Päpste vom Hl. Geist und den Konklave Kardinälen gewählt werden), ausgewählte Kinder vom Papst höchstpersönlich getauft.
Seit fünf Jahren verabsäumt es der Hl. Vater nicht, die Mütter der Kinder aufzufordern, eventuell aus Hunger schreiende Babies ungeniert zu stillen.
So weit so franziskusmäßig herrlich unkompliziert und natürlich, gell?

Ich durfte während meiner Laufbahn als musizierendes Bellfrell einige Taufen gestalten. Die Babies haben manchmal kräftigst geschrien aber ich habe kein einziges mal erlebt, daß eines aus Hunger geschrien hätte.
Keine einzige Mutter ist zu einer Taufe mit einem hungrigen Baby erschienen und es hat sich auch nie spontaner Hunger eingestellt, doch wurde die eine oder andere Windel erledigt und auch das Benetzen mit dem Weihwasser wurde nicht von jedem Kind goutiert.

So frage ich mich also nun:

Welche Mutter, deren Kind  zu so einer erlesenen Taufe in der Sistina auserwählt wurde, würde mit einem hungrigen Baby dort erscheinen, um es dann ausgerechnet dort zu stillen?
Warum wird hingegen nicht dezidiert das Wechseln der Windeln erlaubt, wo doch aufgrund der außergewöhnlichen Umstände doch viel eher eine Aktivität der unteren Verdauungstrakte zu erwarten ist?
Und hat überhaupt schon eine Mutter das barmherzige Angebot genützt, dem Papst  ihrem Kind während des Taufsakraments in der Sistina die Brust zu geben

Fragen über Fragen,  die mich nun schon fünf Jahre quälen und erschüttern…..


michelangelo Serviette

(Bild einer stilvoll gestalteten Papierserviette aus dem Hause Bellfrell)


Dienstag, 1. Januar 2019

2019


2018 ist Geschichte.
Schöne Geschichte?
Naja, im nachhinein kann man sich natürlich vieles schönreden.
Also Schwamm drüber, davon profitieren alle am meisten .
Vor allem jene, die uns permanent einzureden versuchen, daß jede wahrgenommene Verschlechterung in Wahrheit eine Verbesserung und unsereins bloß zu ängstlich oder zu dumm sei, um das zu erkennen.

Es liegt wohl in der Natur der Sache, mit zunehmenden Alter die Erwartungen an die Menschheit etwas kleiner zu halten, weiß man doch um das wahre Potenzial derselben dank eigener Erfahrungen schon etwas besser Bescheid.
Wie bemerkte schon der gute alte Nestroy im vorvorigen Jahrhundert  –

Der Mensch is' gut, aber die Leut' san a G'sindel!


Das gilt nach wie vor.
Und als einzelner Mensch muß man wohl oder übel mit dem G’sindel leben.
Man kann versuchen, sich dem G’sindel zu entziehen, manche probieren sich das G’sindel zu Nutze zu machen, es zu manipulieren, es aufzuwiegeln, umzuerziehen, zu besänftigen oder einfach ruhig zu halten. Und das Frappante – die Leut erwarten sich gar nichts anderes als eben genau das: 
Unhinterfragt in die vorgegebene Richtung zu gehen und nötigenfalls diejenigen, die diesen lemmingartigen Stumpfsinn anmerken, als Störenfriede, Spalter und Unruhestifter zu diskreditieren.
Manche sind es vielleicht sogar.
Aber viele wollen sich einfach nicht mehr einem allgemeinen Wohlfühlzwang unterwerfen.
2019 wird sich vermutlich nicht viel ändern.
Die schöne Blase darf nicht platzen.
Und wenn sie platzt, hat nicht der Mensch schuld sondern das G’sindel, genau jenes, das man sich für diesen Zweck so schön warm gehalten hat.

Ich wünsche allen Lesern ein erfolgreiches und gutes Neues Jahr 2019, Gottes Segen und Gesundheit, auch die Gesundheit des Geistes und des Charakters, auf daß man ein guter Mensch und nicht zum praktischen G’sindel werde!





Mittwoch, 26. Dezember 2018

Schwanensee – die Original Choreographie



Heute hatten wir das große Glück, vor dem Schloß Leopoldskron in Salzburg  -

Möwen vor Leopoldskron

- einer spontanen Aufführung von Schwanensee in der Originalversion beizuwohnen.
Zuerst ein eindrucksvolles Solo:

Schwan Kopf oben


Schwan Kopf unter 1


Schwan Kopf unten 2

Und dann noch ein perfekter Pas de deux:

Schwanen pas de deux 1



Schwanen pas de deux 2

Bühnenbild und Kulisse lieferten die Firma Gaisberg und Tennen.

Gaisberg



Gebirge

Für die perfekte Beleuchtung des Ballets
konnte die milliardenfach bewährte WIntersonne engagiert werden.


Sonne







Montag, 24. Dezember 2018

Christi Geburt - Weihnachten



In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.


Domkrippe Jesukind  (4)


Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Fest Christi Geburt und  Gottes Segen für  friedvolle Weihnachtstage 2018 !


Samstag, 22. Dezember 2018

Advent - Warten


Da sitze ich also nun heute abend.
Der Christbaum ist schon fertig geschmückt, ich war beichten, ich habe nichts angestellt in diesem Advent, war nicht einmal auf einem Adventmarkt/ Christkindlmarkt und die  Adventzeit ist wie im Flug vergangen.
Advent – so kurz, wenn man schon älter ist und immer öfter so traurig, wenn man die Nachrichten verfolgt.

Den ganzen Advent habe ich z. B. gehofft und auch gebetet, daß sich im Fall Asia Bibi etwas Positives ereignet.

Pustelebkuchen!

Der Vatikan himself in personifizierter Erscheinung des höchsten Vatikandiplomaten Pietro Kardinal Parolin hat uns eines eiskalten Besseren belehrt.(siehe hier, hier und hier).
Asia Bibi sei eine innerpakistanische Angelegenheit – wie praktisch und wie diplomatisch.
Ich hoffe, man besinnt sich in Zukunft im Vatikan auf dieses “Inner-welches- Land- auch- immer-Angelegenheit”, wenn man einmal mehr den moralinsauer gewordenen Zeigefinger erhebt, um europäische Länder zu ermahnen, muslimische “Flüchtlinge” ohne Papiere aufzunehmen, die +/- 5 Meter vor der libyschen Küste von geschäftstüchtigen NGOs “gerettet” werden.

Innerstaatliche Angelegenheiten führten dann wohl auch dazu, daß man in China unter den barmherzigen Augen des Vatikans ungeniert fortfährt, sogenannte Untergrundpriester zu verhaften, die vergeblich auf vatikanische Diplomatie warten, weil man sich ja hier mit dem kommunistischen chinesischen Regime auf innerchinesische Angelegenheiten geeinigt hat.

Aber zurück zum Advent, zum warten.
Bis Februar nächstes Jahr müssen wir noch warten, bis der Pontifex Maximus vielleicht(!) etwas zu den homosexuellen Ausschweifungen einiger amerikanischer Bischöfe, den unzähligen Mißbrauchsfällen und den daraus resultierenden Vertuschungen in den USA sagen wird.
Nun, as time goes bye geht vielleicht auch der eine oder andere Mißbraucher über den Jordan und man braucht nicht mehr viel dazu sagen – das könnte auch eine Art Vatikandiplomatie darstellen.
Warten wir es ab, bleiben wir in adventu, wovon auch immer.

Advent 2018, eine Zeit islamistischer Anschläge in Straßbourg und Afrika, eine Zeit, in der in Österreich ein 17-jähriger Afghane eine 16 jährige Österreicherin erstochen hat, weil sie ihm gleich zwei mal auf/in sein Messer gefallen ist.

Advent 2018 war für mich eine Zeit, wo ich es vermieden habe ORF, ARD oder ZDF anzuschauen; denn ich gehe schon länger davon aus, daß auch hier der jeweils hauseigene Relotius am Werken ist und ich mache mir keine Sorgen, daß künftige Relotius- Epigonen schon in den Startlöchern stehen und noch wesentlich geschickter an der Manipulation ihrer Leser- und Zuseherschaft zu Gange sein werden, als es sich Relotius selbst je erträumt hätte.

Doch  nun genug der Warterei.
Nun wird es Zeit für Weihnachten.

Übermorgen ist Hl. Abend und  am 25.12.  feiern wir die Geburt Jesu Christi, so wie es in der Hl. Schrift offenbart wird.
Nicht irgendein unaussprechliches Fest, dessen Name in gewissen Kreisen nicht mehr genannt werden soll oder gar schon darf  – ob nun froh, gesegnet oder anders-  sondern das Christfest mit dem alles begann.
Und darauf zu warten lohnt es sich jedes Jahr wieder aufs Neue – egal was auch immer in dieser zum Teil verkommenen und verdrehten Welt geschieht und egal, was uns an Pseudoreligionen und Ideologien vorgegaukelt wird.

Christus ist als Mensch zu den Menschen gekommen und hat uns Licht, Wahrheit und den Weg zum ewigen Leben offenbart.
Darüber darf und soll man sich freuen.
Darauf lohnt es sich, immer wieder zu warten.
Und man soll dieses  Ereignis ruhig allen voll Freude erzählen und mit dieser Freude auch durchs Leben gehen, wenn es auch manchmal noch so schwer ist und wenn es uns auch manchmal die Hirten selbst noch so schwer machen.


Glaskrippe 2