Sonntag, 15. Juli 2018

Salzburger Sonntagsspaziergang


Ich war heute vormittag wieder in meiner geliebten Stadt unterwegs und habe nun für  meine Leser ein paar Bilder


An einem Sonntag ist es um diese Zeit in der Getreidegasse noch relativ gemütlich…


Getreidegasse



Zunftschild Mc Donalds Getreidegasse


Zara Getreidegasse



In den Innenhöfen ist es auch noch beschaulich – man beachte hier die Fake Osterglocken mitten im Juli!
(zum vergrößern ins Bild klicken)



Arkadenhof mit PlastikNarzissen


Die Kollegienkirche Fischer von Erlachs ist m.E.  eine der italienischsten Kirchen Salzburgs.
(Den Blick vom Kapuzinerberg aus habe ich schon früher einmal fotografiert.)



Kollegienkirche



Kollegienkirche Maria Spitz



Kollegienkirche 1


Kollegien Figuren


Ganz oben die “Schlangenzertreterin”….



Kollegien Maria


…und unten am Grünmarkt:


Korrespondierende Gefäße am grünen Markt


Im Ritzerbogen Verführerisches:


Fürst 1


Im Hof von St. Peter



Hof St Peter



Der Apostel Paulus mit Schwert und ein Wehrturm der Festung Hohensalzburg im Hintergrund



Paulus und Festungswehrturm



Der fast fertige Residenzplatz



Residenzplatz



Ein unansehnliches Radlchaos vor dem Salzburger Dom – demnächst lagern sie die Drahtesel
vielleicht gar noch im Dom ?


Radchaos vor Dom


Auf der Thomaselli Terrasse ist kein einziger Platz mehr frei


Thomaselli Terrasse



Und in diesen Tagen ziehen wie immer dicke Wolken über der Kirche auf…


Wolken über der Kirche



Neulich auf Twitter schrieb mir ein follower:



Stiller Bewunderer über Salzburg



Stimmt!



Dienstag, 10. Juli 2018

Whataboutism Juli 2018







Whataboutism - das ist jenes mehr oder weniger raffinierte Stilmittel in Diskussionen, welches durch Aufgreifen eines anderen Themas das laufende Gesprächsthema auf eine andere Schiene bringen soll, weil einem die Argumente ausgegangen sind.
Besonders geeignet und beliebt ist es, beispielsweise in Debatten über heutige islamistische Terroranschläge empörte Hinweise auf die Kreuzzüge oder Hexenverbrennungen einzuwerfen, oder Raucher gegen Unfalltote auszuspielen, oder Drogenkonsum gegen Fettleibigkeit , u.s.w.....

Heute habe ich u.a. gelesen, daß es "empörend" sei, wenn sich die "ganze Welt" über das Schicksal der  - nunmehr Gott sei Dank geretteten-  thailändischen Jungen kollektiv zur Anteilnahme aufschwinge, aber gleichzeitig(!) keine Anteilnahme an tausenden im Mittelmeer ertrinkenden Menschen zeige.

Bei aller selbstverständlichen Betrübnis über den Tod eines jeden Menschen, der auf mehr oder weniger tragische Weise ums Leben kommt, so gehört zu diesem neuesten Whataboutism  schon eine gehörige Portion Chuzpe dazu.

Die Eltern der thailändischen Buben haben sicher nicht einen Haufen Geld bezahlt, damit sich ihre Kinder absichtlich in Gefahr begeben, um von bereits Habt Acht stehenden Höhlenrettern spektakulär in Empfang genommen zu werden und dann nach deren Errettung in reicheren Familien untergebracht zu werden.

Wenn also hier nun sogar ein "Enthüllungsjournalist" des Falters(!) meint, er müsse in Angelegenheiten der von ihren Eltern auf die "Flucht" nach Europa gezwungenen, mehr oder eher weniger kleinen Kinder, von den Europäern eine gleichermaßen angebrachte Empathie einfordern, dann ist das schlicht und ergreifend billigster Whataboutism und reine Polemik, mit der er wohl nur seiner eigenen Popularität nützen will.





Freitag, 6. Juli 2018

Der barmherzige Samariter



Kein Gleichnis wird dieser Tage so überstrapaziert wie jenes des barmherzigen Samariters.
Und dennoch ist es unangemessen.
Der Samariter, den wir aus dem Evangelium kennen, er war in eigenen Angelegenheiten unterwegs und dort fiel ihm quasi der Mensch vor die Füße, um den er sich dann eigenverantwortlich und selbstlos(!) angenommen hat, soweit es eben seine eigenen Mittel erlaubten. 

Diejenigen, die heutzutage so selbstgefällig und medienwirksam Samariter spielen, sind ständig auf Suche, irgendwo eine arme rettenswerte Haut zu ergattern, derer sie sich dann organisiert und professionell annehmen können, ja manchmal hat man den Eindruck, es müssen sogar Opfer kreiert werden, damit  für die vielen, mitunter äußerst  geschäftstüchtigen Berufs-Samariter dieser Tage auch genügend Material zur Selbstverwirklichung zur Verfügung steht.
Schlichtweg besorgniserregend finde ich es, wenn ich dann folgende, wenn auch sicher gut gemeinte, Worte lese:

»…möchte ich meinen Dank dafür ausdrücken, dass ihr heute das Gleichnis des Guten Samariters verkörpert, der stehen blieb, um das Leben des armen Mannes zu retten, der von Räubern überfallen worden war, ohne danach zu fragen, wer er war, ohne nach seiner Herkunft, nach dem Grund seiner Reise oder nach seinen Papieren zu fragen …: Er entschied einfach, sich um ihn zu kümmern und sein Leben zu retten. Den Geretteten möchte ich abermals meine Solidarität und Unterstützung bekunden, da ich die Tragödien kenne, vor denen ihr geflohen seid. Ich bitte euch, dass ihr weiterhin Zeugen der Hoffnung seid in einer Welt, die täglich mehr um ihre Gegenwart besorgt ist, aber kaum Zukunftsperspektiven hat und unwillig ist zu teilen, und dass ihr unter Achtung der Kultur und der Gesetze der Aufnahmeländer gemeinsam am Weg der Integration mitarbeitet….«
Quelle

Nein, der barmherzige Samariter mietet sich keine Schiffe. um vor einer fernen Küste zu patrouillieren und dann gesunde junge Männer zu retten, die an Schlepper (Räuberbanden) Unsummen bezahlen, aufs Meer hinaus schippern und dort auf Rettung spekulieren.
Es ist nicht barmherzig, die Barmherzigkeit krampfhaft zu suchen und ihr selbstgefällig zu frönen.
Die Barmherzigkeit ergibt sich immer aus einer Situation der Notwendigkeit und nicht aus Berechnung.
Zeugen der Hoffnung sollten keine falschen Perspektiven anbieten, die völlig unerfüllbar sind. Auf diese Weise
werden nur noch mehr Glücksritter angetrieben, sich für teures Geld in Gefahr zu begeben, um dann am Ende eines oft mutwillig hinausgezögerten Prozesses wieder dort zu landen, von wo sie aufgebrochen sind oder gar schon am Beginn dieser sinnlosen teuren Reise unter die Räder kommen.
Wer meint, die Tragödien der Fluchtursachen zu kennen, der soll diese Tragödien bekämpfen aber sie nicht auf das Mittelmeer oder auf andere Kontinente verlagern.
Legte ich die Situation von heute auf die Geschichte in der Bibel um, so käme ich in etwa zu folgender Geschichte:
Ein Samariter ging  von Jerusalem nach Jericho hinab und wartete dort bis ein Mann von Räubern überfallen wurde. Sofort kam er zu ihm, ließ von seinem Diener die Wunden des Opfers  mit den Ölen eines weiteren Vorbeikommenden versorgen, lud ihn auf dessen Pferd und brachte ihn zu einer Herberge.
Dort übergab er den Armen dem Wirt, befahl, daß man sich gefälligst gut um den Verwundeten zu kümmern habe  und tauchte erst wieder auf, als er den nächsten Überfallenen zur Herberge brachte.
Als er dann im Lauf der Zeit bemerkte, daß es ihm mittlerweile Viele gleich taten und der Wirt nicht mehr wußte, wie und wovon er die immer größer werdende Schar an Überfallenen versorgen sollte, warf er dem Herbergsbetreiber vor, unbarmherzig und wenig nächstenlieb zu sein…..







Mittwoch, 4. Juli 2018

Das ist Kurz, und eindeutig!






„Aus unserer Sicht absolut inakzeptabel ist, wenn das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird oder zur Vernichtung Israels aufgerufen wird. Die Sicherheit Israels ist für uns als Republik Österreich nicht verhandelbar.“



Bundeskanzler Sebastian Kurz heute zu Hassan Rouhani. (Quelle )




Kann sich irgendjemand erinnern, daß je ein per se guter Sozialistenkanzler gegenüber einem Chef eines muslimischen Gottesstaates ein derartig eindeutiges Statement abgegeben hat?
Ich nicht.

Dazu brauchte es anscheinend doch erst diese böse, türkisblaue Regierung in Österreich, gell?



Montag, 2. Juli 2018

Hereinspaziert...




...hereinspaziert, so klang und  klingt es doch, wenn der Zirkusdirektor das verehrte Publikum in das Zirkuszelt bittet. Anschließend kommen dann die Clowns, die Akrobaten oder die wilden Tiere in die  Manege und das Spektakel kann beginnen. Mehr oder weniger gebannt, schaut man den diversen Darbietungen zu.

Dieser Tage finden wir uns alle in einem riesigen Zirkus wieder:
Die dicke Direktorin in ihrem Sakko, von der niemand so genau weiß, warum eigentlich gerade sie die Direktorin dieses Zirkus ist, hat dermaßen laut und ausdauernd "hereinspaziert" gerufen, sodaß das schöne blaue Zelt mit den goldenen Sternen langsam rissig wird. Unter der Zirkuskuppel hat sich schon mächtig Dampf angesammelt; denn die vielen herbeigerufenen Leute wollen nach der Vorstellung das Zelt nicht mehr verlassen. Die Clowns und die Akrobaten werden allmählich müde und von den Zusehern mit just jenen Früchten beworfen, die man zum Gratis-Eintritt dazugereicht hat.
Überhaupt zeigen viele Zuseher gar kein Interesse an den Darbietungen sondern lungern auf den Plätzen herum und weigern sich das Gebotene auch nur in irgendeiner Weise zu würdigen.
Im Gegenteil, immer mehr  machen sich mitten in der Manege breit, schlagen die Tiere, verspotten die Akrobaten und beginnen die Trapeze abzumontieren.

Die komische Direktorin aber schreit am Eingang zum Zelt immer noch laut und beinahe schon hysterisch "hereinspaziert" und manchmal sogar, "wer hat noch nicht, wer will noch mal?".

Weiter strömen die Menschen ins Zelt und irgendwo hinter der Manege singt ein Pausenclown leise ein trauriges Liedchen von einem Zirkus, der einmal schön und erfolgreich war, von Artistinnen, die ihre schönen Tänze auf dem Seil vollführten und von Clowns, die lustige Lieder singen durften, ohne daß sie vom verehrten Publikum bedrängt und beschimpft wurden.

Hereinspaziert, hereinspaziert,.... wer hat noch nicht,wer will noch mal?


Werden wir aus diesem Zirkus noch einmal herauskommen?








Donnerstag, 28. Juni 2018

Regen…



Bellfrells marschieren jeden Tag so ca 6 km oder fahren mit dem Rad mind. 20 km.
An einem Tag wie heute  - es schüttet seit gestern spät abends ununterbrochen wie aus Kübeln – ist das schon eine Herausforderung.
Lediglich ein, zwei arme Hunde samt z’wider dreinschauenden Herrln sind uns untergekommen und der eine oder andere unerschütterliche Radfahrer.

Sazachkai Regen


Die Salzach ist schon ganz schön hoch….

Braune Salzach

…..und erst im Zoom auf diesen sonst lediglich sanft plätschernden Zufluß sieht man, wie stark es regnet.

Salzachzufluß

Vom Kaufmannsteg aus sieht man die Glasenbachbrücke heute nur ganz verschwommen.


Salzach 2

Einsam und naß geht es weiter


Regenweg am Kai

Auch der sonst ganz harmlose Bach unter der neuen Radbrücke in Elsbethen donnert wild in die Salzach hinein.


Neue Radbrücke Elsbethen





Bach Elsbethen


Es regnet ohne Unterlaß ….


Regentropfen auf Zweig




Spielplatz im Regen


Es reicht  - ab nach Hause

Unterm Schirm am Heimweg




Montag, 25. Juni 2018

Laaaaang lebe der Erdowahn!



Er hat es geschaftt, der GRÖTAZ, der Führer vom Bosporus, er hat in einer großartigen demokratischen Meisterleistung seine Anhänger im In- und Ausland mobilisiert und wieder die absolute Mehrheit errungen.
Nun, daß in der Türkei laut Berichten diverser Agenturen kistenweise ausgefüllte Wahlzettel von Erdowahnern in die Wahllokale gebracht und in die Urnen geschüttet wurden, das ist die türkische Demokratie, dort handhabt man das eben so.
Da regt sich bei uns auch keiner auf, das nehmen wir, die offizielle EU, gelassen hin; denn sonst  läuft Merkels Türkeideal noch zäher als bisher und schließlich will man doch weiterhin Milliardenbeträge nach Recepistan fließen lassen.
Und doch stellt sich vielleicht der eine oder andere die Frage, wieso bei den vielen außerhalb Recepistans lebenden Menschen derart viele Erdowahner sind.
In Deutschland huldigten 56.3% und in Österreich gar 72% dem GRÖTAZ  .
Interessanterweise wurde uns immer wieder erzählt, daß vor allem ungebildete, einfache Türken Erdowahn wählen würden.
Das mag schon so sein, aber warum sind derart viele ungebildete einfache Türken der Türkei entflohen ? Um sich in Europa standhaft jeglicher (politischer/humanistischer) Bildung zu entziehen und ungebildet und einfach zu bleiben?
Vor allem stelle ich mir die bange Frage, was geht in den Köpfen jener vielen Türken mit bereits erworbener deutscher oder österreichischer Staatsbürgerschaft vor, die vormals auch derart begeisterte Erdowahner waren?
Sind sie vom Erdowahn wirklich dauerhaft geheilt?
Das wären Fragen, die man sich bei uns angesichts solcher außertürkischer Wahlergebnisse zu stellen hätte aber wer wagt es, sie zu stellen, geschweige denn zu beantworten und dementsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen?
Wer?

Die netten Männer vor der Gedächtniskirche in Berlin, von denen einer mit dem Wolfsgruß seiner Begeisterung Ausdruck verleiht, geben jedenfalls nicht jene (beruhigenden) Antworten, die man in Europa gerne hören würde.
So gratulieren wir also fürbaß beeindruckt und nicht minder erstaunt dem großen Präsidenten der Vorzeigedemokratie Recepistan mit einem donnernden:
Laaange lebe Erdowahn!



Bildquelle

Wolfsgruß Türke Gedächtniskirche Berlin