Sonntag, 21. April 2019

Osterspaziergang 2019



Beseelt von der frühen Ostermesse im Salzburger Dom heimzukommen, um dann in den Nachrichten hören zu müssen, daß in Sri Lanka unzählige Menschen bei Terroranschlägen in katholischen Kirchen und Hotels ermordet worden sind, ist ein Spagat, den man mittlerweile fast schon zu zu schlagen gelernt hat, aber eben nur fast. Es ist doch immer wieder aufs Neue, wie ein Aussetzen des gemeinsamen Herzschlags, den wir in der Kirche verspüren, wenn Terror und Gewalt gezielt gegen Christen gerichtet sind und die Beklemmung bleibt, weil derlei Attacken immer öfter geschehen und es in den Köpfen vieler guter Menschen immer noch nicht angekommen ist, daß es eben doch böse und unbarmherzige Menschen gibt - um es mal dezent und harmlos auszudrücken, man will schließlich den Osterfrieden nicht gefährden.



Altarbild und Altarraum Salzburger Dom










Bei so einem österlichen Prachtwetter war dann doch ein Osterspaziergang fällig und so machte sich das Bellfrell auf nach Maria Plain bei Salzburg, um auch noch der Königin des Himmels, der Gottesmutter Maria zu huldigen.


Sowohl der Blick auf  die Wallfahrstbasilika....



...als auch der Blick zurück auf die Stadt Salzburg sind an so einem Tag eine Augenweide!




Regina Coeli laetare!

Maria bitt' für uns und die Opfer der heutigen Terroranschläge!





Lamm Gottes





Das Grab ist leer, Christus ist wahrhaft auferstanden!










Die große Linde vor der Basilika, ein guter Platz um zu verweilen.





Unzählige Vergißmeinnicht in einem Bauerngartl.





Resurrexit sicut dixit!




















Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 20,1-9.



Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;
sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab.
Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen
und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.
Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.
Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste
.






Ich wünsche allen ein gesegnetes und friedliches Osterfest!


Mittwoch, 17. April 2019

Das Rotkehlchen...



....ist eines meiner Lieblingsvögelchen und oft ist es so, daß man es zwar zwitschern hört, aber einfach nicht sieht.
Heute ist es mir gelungen, das großäugige Vögelchen mit dem roten Brustfleck einmal ausgiebigst zu fotografieren.
Wer wissen will, auf welch gar  wundersame Weise das Rotkehlchen zu diesem Farbklecks gekommen ist, der kann es hier, in Kapitel 9 der Christuslegenden von Selma Lagerlöf nachlesen.


















Dienstag, 16. April 2019

Am Morgen danach...




  ....bin ich immer noch fassungslos über die Bilder, die ich gestern abend gesehen habe:
Notre Dame in Flammen, der Spitzturm stürzt ein und der ganze Dachstuhl steht im Vollbrand.




Bildquelle: Irgendwo von Twitter



Ich war noch nie in Paris.
Ich habe Notre Dame nie gesehen und werde es nun auch nicht mehr sehen.
Was ich aber gestern gesehen habe, war für mich nicht bloß der Brand einer Kathedrale, es offenbarte mir auch den Zustand der Kirche, die -genau wie die brennende Kathedrale- von oben her ein Zerstörungswerk anfängt und bis in die Fundamente zu greifen droht.

Viele Franzosen haben gestern Abend auf offener Straße spontan angefangen, auf Knien zu beten und das hat mich zuversichtlich gestimmt. Wenngleich die Zerstörung von Notre Dame immens ist und der Wiederaufbau und die Rekonstruktion lange dauern werden, viele tapfere Leute haben gestern dafür gesorgt, daß alles getan wurde, um die Katastrophe abzumildern.





Bildquelle


Ich bin katholisch und daher glaube ich daran, daß auch die Gebete nicht umsonst waren. Schon alleine zu sehen, wie das Fundament betender Gläubiger für die Erhaltung des Fundaments eines der schönsten kirchlichen Bauwerke flehte, hatte letztendlich etwas unheimlich Tröstliches und siehe da, am morgen danach wache ich auf und erfahre, daß die Grundfesten von Notre Dame tatsächlich zu widerstehen scheinen.

Viel wurde heute berichtet, diskutiert und gemutmaßt. Es gab die üblichen Verschwörungstheorien, es gab die üblichen Versuche von plumpem Populismus, wenn man z. B. versuchte, die spontanen Spenden französischer Milliardäre zu schmähen oder gar eine Parallele zwischen dem Brand und ertrinkenden Flüchtlingen zu konstruieren:







Das nennt man dann wohl einen "1a - Instrumentalisierungsversuch".

Für mich werden 2 Dinge besonders im Gedächtnis bleiben, die betenden Menschen und jene Menschen, die ihre physischen Kräfte einsetzten, um zu retten, was zu retten geht, darunter auch  Kaplan Fournier, der die Dornenkrone und andere wichtige Reliquien und Sakralien in Sicherheit gebracht hat.

Heute am 16. April 2019 heißt es "Brand aus" für Notre Dame und man darf auf  einen Wiederaufbau sowohl für das statische Bauwerk aber auch auf eine Festigung und selbstbewußte Erneuerung des Christentums in Frankreich und ganz Europa hoffen.
Das so oft skandierte "christliche Abendland" braucht ein christliches Fundament, welches Katastrophen widerstehen kann, daran sollte ebenso gebaut werden und gebaut werden dürfen.



Donnerstag, 11. April 2019

Fundstück



Und hier noch zwei tagesaktuelle Fundstücke.
Zwei Bilder, zwei Vatikanista (oder heißt es Vatikanistinnen?) und ein Papst, der sich vor den südsudanischen Führern bückt, um nicht zu sagen buckelt....













































Ich würde wirklich gerne die Echtheit dieser Bilder anzweifeln, allein das offizielle Video verhindert das.
Tragischer wird es heute vermutlich nicht mehr.





Danke Papst Benedikt XVI !





Gegen Ende der Fastenzeit 2019 kommt heute, am 11. April 2019, ein Wort aus dem eigentlichen off - wie man so schön" neudeutsch" zu sagen pflegt.
Heute wurde ein Brief/Aufsatz/Artikel des emeritierten Papstes Benedikt XVI. veröffentlicht, in welchem er Stellung bezieht, zur aktuellen (Mißbrauchs) Krise der katholischen Kirche und er beschreibt in klaren, deutlichen und unmißverständlichen Worten, was überlange Exhortationen und  postsynodale Schreiben bisher nicht geschafft haben.


"...Unabhängig von dieser Frage wurde in weiten Kreisen der Moraltheologie die These entwickelt, daß die Kirche keine eigene Moral hat und haben kann. Dabei wird darauf hingewiesen, daß alle moralischen Thesen auch Parallelen in den übrigen Religionen kennen würden und ein christliches Proprium daher nicht existieren könne. Aber die Frage nach dem Proprium einer biblischen Moral wird nicht dadurch beantwortet, daß man zu jedem einzelnen Satz irgendwo auch eine Parallele in anderen Religionen finden kann. Vielmehr geht es um das Ganze der biblischen Moral, das als solches neu und anders ist gegenüber den einzelnen Teilen. Die Morallehre der Heiligen Schrift hat ihre Besonderheit letztlich in ihrer Verankerung im Gottesbild, im Glauben an den einen Gott, der sich in Jesus Christus gezeigt und der als Mensch gelebt hat. Der Dekalog ist eine Anwendung des biblischen Gottesglaubens auf das menschliche Leben. Gottesbild und Moral gehören zusammen und ergeben so das besondere Neue der christlichen Einstellung zur Welt und zum menschlichen Leben. Im übrigen ist das Christentum von Anfang an mit dem Wort hodós beschrieben worden. Der Glaube ist ein Weg, eine Weise zu leben...." 
Ganzer Artikel hier bei kath.net

Was soll ich sagen, es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, daß der 92- jährige Emeritus uns so kurz vor Ostern auf seine unverkennbare Art und Weise einen Weg gezeigt hat, wie man aus dieser Krise herauskommen kann, ohne sich selbst etwas vorzulügen und ohne sich selbst zu verleugnen.

Dieses Schreiben möge nun mit der nötigen Aufmerksamkeit und allem gebotenen Respekt auch von all Jenen beherzigt werden, die sich seit Monaten, wenn nicht Jahren in Vertuschungen, Geschwafel und Relativierungen ergehen, um sich selbst aus der Pflicht zu nehmen.

Danke Papa Emeritus!










Montag, 1. April 2019

"Wer Mauern baut bleibt ein Gefangener"



So sprach Papst Franziskus gestern abend  auf seinem Rückflug  von Marokko nach Rom.

Dies dürfte u.a. auch der Grund sein, daß Franziskus gleich heute morgen die offizielle Anweisung gab, die vatikanischen Mauern einzureißen und die davon gewonnenen Steine als Fundament zum Bau einer offiziellen Balkantrasse zwecks geordneter Einreise afrikanischer Auswanderungswilliger in die Europäische Union zu verwenden.
Der Pontifex selbst werde nach Beendigung des Baus die ihm angebotene Funktion als Ehren Imam in Rabat annehmen und sich bemühen, so viele Christen als möglich zum Islam zu führen, damit der Dialog mit dieser doch so wunderbaren und von ihm verehrten Religion endlich vereinfacht werde.

Der erste Stein der Vatikanmauer wurde heute morgen schon feierlich, im Rahmen eines kleinen Festakts entnommen und sodann im Vatikanpostamt per Eilsendung auf die Reise Richtung Balkan versendet.
Unter den Bediensteten im Vatikan brach spontaner Jubel aus, der bis zur Engelsbrücke zu hören war, da man nach so viel Jahrhunderten nun endlich frei und (aus)gelassen wird.